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Kleiner Tiergarten und Ottopark (KTO)
gelegen zwischen Turmstraße, Ottostraße und Alt-Moabit,
durchquert von der Stromstraße und der kürzesten Allee Berlins,
der Thusnelda-Allee

Exkurs: Schultheiss Quartier mitten in Moabit
zwischen Turmstraße, Stromstraße und Perleberger Straße

Stand der Bearbeitung: 21.5.2016



Es regt sich Protest:

Stopp Kahlschlag und Ausverkauf in Moabit
- Ottopark und Kleiner Tiergarten: Massenbaumfällungen und Versiegelung der Grünanlage
- Jugendverkehrsschule: Verkauf und Grünvernichtung
- Verkauf Schultheiss-Gelände für Shopping-Center
- Verkauf und Luxussanierung zig Miethäuser, z.B. Hansaufer 5, Calvinstraße 21

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Sterilität und plattgelaufene Füße - kostenfrei

Anders als bei der Internationalen Gartenschau, IGA Berlin 2017, wo gerade das Natur- und Landschaftsgebiet Kienberg-Wuhletal neben den Gärten der Welt in Marzahn-Hellersdorf mit Hilfe der Naturschutzverbände für das eintrittspflichtige Sommerevent sterilisiert und stranguliert wird, kann man hier die kostenintensive, langweilige und naturfeindliche Landschaftsarchitektur - abgesehen von verheizten Steuergeldern - umsonst erleben.

Eine Bautafel verspricht viel für die aufeinanderfolgenden Parkanlagen an der Turmstraße in Moabit:
- Die Parkränder sollen aktiviert werden
- Um Licht und Luft zu schaffen, werden Baumrodungen und Pflegemaßnahmen im seitlichen Park- und Rollerachtbereich [diesen kennt anscheinend "jeder" - ist nicht erklärt] getätigt. - Dazu äußert eine Bürgerinitiative im November 2014: Schon 149 Bäume im Kleinen Tiergarten / Ottopark gefällt! Ottopark: Grün durch Beton und Asphalt ersetzt!
- Als dritte Maßnahme werden gartendenkmalpflegerisch erhaltenswerte Element wiederhergestellt, eine Pergola wird überarbeitet und die Rolleracht (im Kleinen Tiergarten Ost)
- Zudem werden altersgerechte Spielplätze angelegt.

Versprochen wird, dass "lebendige Quartiere" geschaffen werden.

Besuch an einem sonnig-warmen Sonntagnachmittag.




Information zum Umbau des Kleinen Tiergarten Ost


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Kleiner Tiergarten Ost - Baustelle


Zerstörter Park / Aushub des Mutterbodens

Baumwurzeln liegen frei

Sachen wurden aufbewahrt, damit diese Wertgegenstände nicht entsorgt werden.

Alles wird "schöner"

Die gartendenkmalpflegerich (... oder?) passenden Sitzschienen aus Beton werden angelegt

Beeteinfassung aus Beton nach historischem Vorbild???

Vertrockneter Strauch

Totholz

Hohe Berge Mutterboden türmen sich im Park

? - Keine Ahnung, was das werden soll

Achtung, Fußgänger und Radfahrer hinter der Einzäunung

Baustellenlogistik


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Kleiner Tiergarten - neugestaltet


Blick in den neugestalteten Kleinen Tiergarten, versperrt durch einen Sitzkiesel aus Beton, in den einige hunderttausend Euro Steuergelder versenkt wurden
Beton-Sitzkiesel für 279.005 Euro im Kleinen Tiergarten / Ottopark - Wenn Beton wie Früchte wachsen könnte! / Ganz Deutschland fasst sich an den Kopf! NDR-Fernsehsendung extra3 vom 5.3.2013: REALER IRRSINN - DIE SITZKIESEL VON MOABIT

Tagesspiegel - Checkpoint von Lorenz Maroldt am 1.10.2015: Sieben Berliner Geldverbrennungsanlagen sind im neuen Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes verzeichnet - eine kleine Auswahl guter, alter Bekannter. Mit dabei: die "Sitzkiesel" im Tiergarten, Stückpreis 25.445 Euro. Moniert wurden sie schon im Bericht 2014 - seitdem kamen noch vier dazu (jetzt sind's 17).

Betonwege laden dazu ein, sich platte Füße im Park zu laufen.
Das Schild in der Wiese verbietet das Betreten der Rasenfläche und fordert Leinenzwang für Hunde

Überall in der Parkanlage begegnet man den pflegeleichten, bodenversiegelnden und nicht von den Menschen genutzten Betonkieseln. Diese beiden wurden beschriftet:
in Gelb: Betonköpfe
in Rot: Sowas machen Betonklöpse

Nur die althergebrachten Parkbänke mit Rückenlehne werden genutzt

Blumenbeet nach historischem Vorbild???

Kein Bärgida in Moabit! Moabit bleibt sauber!

Moabit gegen Rechts! Unser Bezirk bleibt bunt! - Demo am Montag, dem 29. Juni 2015 um 18 Uhr von der Stromstraße / Alt-Moabit zum Hauptbahnhof

Sitzkiesel eignen sich zum Schnürsenkel zumachen

Beeteinfassung aus Beton - gartenarchitektonisch nach historischem Vorbild nachempfunden?

Ungenutzte sportliche Anregung - aus Beton...


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Ottopark neugestaltet


Blick zum Ottopark über die Thusnelda-Allee, der kürzesten Straße Berlins mit Querriegel, der "Sitzkiesel" genannt wird

Der Sitzkiesel wird genutzt - von Spatzen

Verwaister Spielplatz - Kinder gibt es im Park in Hülle und Fülle
Die Sitzkiesel im Hintergrund sind beschriftet

Blumen statt Beton wird gefordert

Park mit Aufenthaltsqualität? Oder ein Millionengrab für Steuergelder?...

... der zu Vandalismus herausfordert?


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Weiterführende Links

Sitzkiesel - Vom Bund der Steuerzahler im Schwarzbuch 2014 gerügt als Steuergeld-Verschwendungsfall

Und so enthusiastisch sieht der Landschaftsplaner, was den Bürgern missfällt

Kleiner Tiergarten: Bürger fordern Umplanungen

Bürger haben angeboten, zwecks Verhinderung des Kahlschlags die Parkpflege ehrenamtlich zu übernehmen

Rettung von drei prächtigen Silberahornbäumen im Westfälischen Viertel (auch im Bezirk Moabit) sowie Engagement für den Ottopark - Kleiner Tiergarten

Kleiner Tiergarten: Rundgang durch den Bauabschnitt 7 am Mittwoch, dem 15. Juli 2015



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Diskussion

Hallo Angelika, welche Mühe du und der Gartentisch - ihr euch mit eine kritischen Beleuchtung der Parkumwandlung mitten in Moabit gemacht habt, Ich finde diese Parkumgestaltung auch in höchstem Maße diskussionswürdig. Eigentlich fehlen mir die Worte für eine treffende Beschreibung des Übels, denn es ist erheblich mehrschichtiger als von dir/euch dargestellt.
Für mich ist ein nicht nachvollziehbares Phänomen und geradezu eine Krake, die sich mit ihren Tentakeln überall einnistet, die Ausführung der staatlichen Programme "Soziale Stadt", "Stadtumbau West", "EFRE" und was nicht alles. Klar stecken hinter diesen Förderkulissen Steuergelder und kostet Berlin (Bezirk/Land) auch die Parkumgestaltung etwas, aber es sind Gelder, die Berlin nicht wirklich nennenswert belasten. Nicht wenige Stimmen in Moabit sagen, lasst uns damit (EFRE) lieber einen Park umbauen und ein paar Arbeitsplätze sichern (QM/KOSP/DIE RAUMPLANER), als die Gelder der Mafia in Italien in den Rachen zu schieben oder den Griechen hinterherzuwerfen, denen es trotzdem nicht hilft.
Was ich persönlich nicht verstehe ist das sich Engagieren einiger Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Kontext dieser "Soziale Stadt Förderkulissen-Trallala Beteiligung = Stadtteilvertretung im Sanierungsgebiet Turmstraße. Indem solch eine Parkumgestaltung gegen ihren Willen und gegen ihre Stimmen durchgesetzt wird und man ihre Kritik quasi als systembedingt mit einkalkuliert und nicht im Geringsten jemals daran denkt, sie ernst zu nehmen, werden ihre wichtigen Ressourcen letztlich mittelbar vor den Karren des sozialen Umbaus und der Verdrängung gespannt. Das willkürliche Aufzeigen von verwaisten, beschmierten Sitzkieseln, Sitzmöbeln der neueren Art und von Parkumrandungen aus Beton ist für mich ein Zeichen von Ohnmacht.
Offen ist für mich, wer das jämmerliche Grün, das es künftig in dem Park geben wird, überhaupt adäquat pflegt, den Betrieb kritisch begleitet und sich der drohenden Fehlentwicklung und Vermüllung entgegen setzt. Und hier scheiden sich die Geister, denn mein Interesse gilt nicht dem Bejammern der Fehlinvestitionen in Sitzkiesel, sondern dem Verlust von liebenswerten Bäumen, Hecken, Blumen und überhaupt "Grün", das gegen versiegelte Flächen, so weit das Auge reicht, weichen musste. Die Devise müsste (wirklich) lauten: Holt euch das Grün zurück! (RYC _ Reclaim Your City).
Viele Grüße,
Ewald (aus Moabit/Hansaviertel)



Anmerkung zu Das willkürliche Aufzeigen von verwaisten, beschmierten Sitzkieseln, Sitzmöbeln der neueren Art und von Parkumrandungen aus Beton:
Es wurde nichts "willkürlich" aufgezeigt, sondern so ziemlich alles, was der Park bietet. Lediglich weitere ungenutzte "Sitzkiesel", also Betonerhebungen, wurden hier nicht abgebildet. Die wenigen Parknutzer bevorzugten klassische Sitzbänke.
Ich konnte keine Aufenthaltsqualität feststellen, die entspannend, also gesundheitsfördernd, war. Auch aus ökologischer Sicht konnte ich nicht feststellen, dass der Senat
1 seinem Ziel, die Biologische Vielfalt in Berlin zu erhöhen, näher gekommen ist. Außer Spatzen und Tauben konnte ich keine Tiere entdecken.
Angelika

1Beschluss des Senats von Berlin vom 13. März 2012 zur Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt, in dem es u.a. heißt:
In dem Wunsch, bestehende Vorkehrungen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung biologischer Vielfalt zu ergänzen und weiter zu entwickeln,
bekennt sich BERLIN ausdrücklich zu den in der "Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt" dargelegten strategischen Zielen und verfolgt nachdrücklich deren Erreichung durch Entwicklung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen.



Lieber Ewald ...,

zu Ihren Überlegungen passt:
https://silberahorn.wordpress.com/2013/07/23/verhangnis-des-geldes/

Und unter vielem anderen auch:
https://buergerparkgruppemoabit.wordpress.com/2013/11/17/556/

https://silberahorn.wordpress.com/2012/11/05/transparenz-und-burgerbeteiligung/

Mit baum- und strauch- und menschenfreundlichen Grüßen
von der BI SilberahornPLUS
Brigitte ...

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Flugblatt der Bürgerinitiative: Vorher - nachher



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Ottopark-Zeitung, Ausgabe Nr. VIII, Sommer 2015


Kahlschlag mit rigoroser Durchsetzung der umstrittenen Parkplanung im Bauabschnitt 7, Kleiner Tiergarten

Die Verantwortlichen denken nicht an einen Kostenschnitt, nachdem die Antwort der Abgeordnetenhausanfrage der Fraktion der Piraten statt der veranschlagten 4,6 nun 7,8 Millionen Euro Kosten (Steuergelder) für die KTO Parkumgestaltung nannte (Drucksache 17/15504 vom 23.2.2015). Es könnten auch 9 oder 10 Millionen Euro werden!


Baurundgang im Kleinen Tiergarten. Eine Kostensteigerung um 33 Prozent!
Fotounterschriften:
Vorher: An der Mauer zum Kirchengrundstück: Spitzahorn Nr. 500 mit gelbem, Bergahorn mit Nr. A_319 noch mit olivgrünem Lauf im Oktober 2014.
Nachher (Baurundgang 2015): Kahlschlag bis zur Mauer für neuen Spielplatz. Ob es den geforderten Grünstreifen entlang der Mauer geben wird, ist unklar.


Eröffnung Bauabschnitt 6 im Kleinen Tiergarten
Die AG Grün der Stadtteilvertretung AZ Turmstraße wertet die KTO-Parkumgestaltung als einen klimapolitischen Sündenfall und keineswegs als ein Vorzeigeprojekt als Beitrag für den Klimaschutz.

Wir kritisieren:
  • 58 gefällte Bäume (im gesamten Ottopark und Kleinen Tiergarten 222), darunter viele große und gesunde Bäume
  • großflächige Rodungen der wertvollen Hecken- und Sträucherbereiche
  • Verlust der dichten Wallbepflanzung in den Parkrandbereichen zum Schutz der Menschen vor den Verkehrsbelastungen
  • deutliche verringerte Vegetationsfläche, eintönige Bepflanzung, kahle Flächen
  • übermäßig viele teure Betonbauten, teure Betoneinfassungen
  • deutlich verringerte Abgas- und Feinstaubfilterung durch Grün
  • deutliche Erhöhung der Außentemperatur an heißen Somemrtagen
  • Auch die BI KTO und die BI Silberahorn PLUS haben die Parkumgestaltung scharf kritisiert.



Überblick: Neue Stadtteilvertretung (STV) AZ Turmstraße
Folgende Stellungnahme von Rudolf Blais zur Neubesetzung der Gremien in der StV:
Ich plädiere dafür, dass unsere Volksvertreter sich in erster Linie für Bürgeranliegen und die Umsetzung der Beschlüsse der Stadtteilvertretung in den Parlamenten einsetzen sollten und dort den Bürgern unterstützend zur Seite stehen sollten! Dies wird seit 2009 in der BVV Mitte von allen Fraktionen völlig unzureichens praktiziert! Auch eine kräftige Diätenerhöhung seit 2014 hat an diesem Zustand nichts geändert! Die KTO-Parkumgestaltung oder auch das Schulheiss-Gelände (zur Zeit Baubeginn) sind Negativbeispiele, wie Bürgeranliegen ignoriert, unterdrückt oder gar mit Füßen getreten wurden und werden - die Ergebnisse sind täglich gegenwärtig!
Bürgergremien sind mit Bürgern zu besetzen und nicht von Parteifunktionären!


Foto mit dem Betonklotz, vornehm genannt "Sitzkiesel": dieser Klumpen aus Stahl und Beton kostete den Bezirk (also unsere Steuergelder) 25.445 Euro.


Termine, Veranstaltungen und Sonstiges

Neues Zeitungsprojekt: Grün statt Beton vom Netzwerk für eine soziale Stadtentwicklung. Themenschwerpunkte: Wohnungsbau, Mieten, Grünflächen, Kleingärten, Bürgerbeteiligung.

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Schultheiss Quartier mitten in Moabit zwischen Turm-, Strom- und Perleberger Straße

Am vergangenen Donnerstag, dem 17. September 2015, war Grundsteillegung für eine neue riesige umstrittene 20.000 Quadratmeter (Investor HGHI schreibt 30.000) große Shopping-Mall mitten in Moabit. Die Abendschau hat ausführlich berichtet, schwerpunktmäßig zu den gestohlenen denkmalgeschützten Brauereikesseln im Sudhaus. Der Investor HGHI braucht keine einzige Wohnung zu bauen, sondern ein 300 Betten-Hotel. Auch der preiswerte Gewerberaum der denkmalgeschüthten historischen Schultheissfabrik wird vernichtet und mit 2 Einkaufspassagen duchzentert! Dazu ein guter Presseartikel von 15. April 2015.

Teil 1. Kupferkessel im Sudhaus gestohlen
Teil 2. Spatenstich/Grundsteilegung Schultheiss Quartier 17.9.2015

Teil 1. Kupferkessel im Sudhaus gestohlen

Sehr befremdet hat mich gestern die Meldung der rbb-Abendschau, wie auch meine Beobachtung vor Ort, dass alle 3 denkmalgeschützten Brauerrei-Kupferkessel aus der ehemaligen Gaststätte Sudhaus gestohlen sind!

Siehe rbb-Abendschaubericht vom 17.9.2015 mit neuen Fakten in https://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20150917_1930/kupferkessel_gestohlen.html

Wo sind die 3 denkmalgeschützten Kupferkessel geblieben?

Die drei wertvollen denkmalgeschützten Kupferkessel waren nach allen mir bekannten Informationen fester Bestandteil des neuen Schultheiss Quartiers des Investor HGHI. Die Berliner Abendschau nennt weitere Fakten und hat die Verantwortlichen auf der Veranstaltung zur Grundsteinlegung befragt. Siehe hierzu auch http://www.berlin.de/ba-mitte/aktuelles/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung.366052.php.
Seit vielen Jahren wurde immer wieder betont, dass die Gaststätte Sudhaus erhalten bleibt, auch wenn es einen neuen Inhaber nach den Bauarbeiten geben wird.

Teil 2. Spatenstich/Grundsteilegung Schultheiss Quartier 17.9.2015

Information zum Spatenstich Schultheiss Quartier am 17.9.2015 für Besucher, Medienvertreter und Politik

Titel: Bezahlbarer Wohnraum statt überflüssiger Konsumtempel

Mit dieser Losung demonstrierte der Runde Tisch Gentrifizierung auf einer Bürgerveranstaltung zum Schultheiss Quartier am 12.3.2014 (u.a. in der rbb-Abendschau).

Trotz unermüdlichem Bekunden des Berliner Senats, den Wohnungsbau in der Stadt zu intensivieren, schweigen alle Flöten, wenn es um neue Wohnungen im Schultheiss Quartier geht. Die Planung sieht keine einzige Wohnung vor! Das Mietshaus in der Turmstraße 25 wurde in den letzten Wochen abgerissen! Neben einem für Moabit viel zu großem SchoppingCenter soll an der Turmstraße ein 300 Betten-Hotel und eine Tiefgarage mit knapp 500 Stellplätzen entstehen eine großspurige Planung der Vergangenheit und selbst Berlins Stadtentwicklungssenator Herr Geisel kündigte im März 2015 an, keine neuen ShoppingCenter in Berlin mehr zu bauen und zu genehmigen, da es mehr als genug gibt!
Zum 20.000 Quadratmeter großen Einkaufszentrum im Schultheiss Quartier schweigt der Senat und geht sämtlichen Fragen (öffentliche Veranstaltungen in der URANIA) aus dem Weg, insbesondere welche Konsequenzen Senat und Bezirk aus dem OVG-Urteil vom 18.12.2014 ziehen....
Das Gericht hatte den Bauvorbescheid gekippt, den Klägern vollständig Recht gegeben, worauf der Bezirksstadtrat Herr Carsten Spallek trotzdem die Baugenehmigung nach dem alten umstrittenen Plan erteilte. Somit bekam der Investor HGHI Baurecht.
Im Frühjahr wurden die denkmalgeschützte Fabrik und andere Gebäude vollständig entmietet und seit Juni der Abriß von Gebäuden, die den Neubauten im Wege stehen, vollzogen.
Der preiswerte Gewerberaum, die Sportoase, die traditionelle Gaststätte Sudhaus sind verloren (Siehe Bericht Berliner Woche vom 15.4.2015). Senat und Bezirk ignorieren wichtige Kernaussagen des OVG-Urteils, in dem dargelegt ist, dass das geplante viel zu große SchoppingCenter dem Einzelhandel der Turmstrsße das Wasser abgraben wird, und die Einzelhandelsverträglichkeit verletzt wird (STEP Zentren und anderer Gutachten).
Das Gericht hatte ferner auch die fehlende Einhaltung der Abstandsflächen zu den Wohnhäusern in der Lübecker Straße gerügt.
Auch die dringende Forderung nach einer Verlegung der Parkhauseinfahrt von der Turm- in die Stromstraße wurde von den Planungsverantwortlichen ignoriert (u.a. Beschlüsse der Stadtteilvertretung AZ Turmstraße).

Näheres zum Sudhaus siehe in der Berliner Woche, Ausgabe Tiergarten, 15.4.2015, Titel "Zu Ostern schloss die Gaststätte Sudhaus für immer".

Siehe auch Pressemitteilung vom 12.3.2015
"Bebauungsplan für ein Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Schultheiss-Areal unwirksam - 10/15" in http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/ovg/presse/archiv/20150312.1200.401392.html

Rudolf Blais 17.9.2015

Offizielle Mitteilung des Berliner Senats

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Eröffnung des umgebauten Kleinen Tiergartens - KEIN Grund zur Freude

Von 2012 bis 2016 wurde der Kleine Tiergarten mit Mitteln des Programms Aktive Zentren mit vielen Baumfällungen, Strauchrodungen und Vernichtung der Gartenbrunnen NEU gestaltet. Ein Rundgang mit Planern, Historikern und Vertretern der Gartendenkmalpflege wurde anlässlich der Parkeröffnung im Rahmen des Tages der Städtebauförderung 2016 angekündigt und durchgeführt. Gefeiert wurde die Fertigstellung der Rolleracht, eine nicht ganz ungefährliche Rollerbahn für Kinder, an der ich einen Sturz miterlebt habe, der glimpflich ausging.



Pressemitteilung zur Eröffnung des umgebauten Kleinen Tiergartens

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Kleiner Tiergarten/Ottopark (BI KTO) zur Eröffnung des Kleinen Tiergarten im Bauabschnitt 7 in Berlin - Moabit am 21.5.2016

Viel Grün im Gartendenkmal Kleiner Tiergarten durch Beton, Asphalt und graue versiegelte Flächen ersetzt!

Ein Horror der Verschwendung und Verhunzung des Gartendenkmals Kleiner Tiergarten!

Klimapolitischer Sündenfall!

DESHALB: Zu feiern gibt es nix - sondern zu trauern


Das Bezirksamt Mitte und die Planungsverantwortlichen laden im Rahmen des diesjährigen "Tag der Städtebauförderung" am 21.5.2015 um 15 Uhr zu einem "Jubelfest" in den letzten Bauabschnitt 7 des Kleinen Tiergarten in Moabit ein!

Die BI KTO hat seit 2011 sich wiederholt und letzlich ohne Erfolg für eine umweltschonende, grünerhaltende, menschenfreundliche und kostengünstige Parkumgestaltung eingesetzt die Bilanz sehen wir mit der Eröffnung des letzten großen Parkabschnittes als einen Horror der Verhunzung und Verschwendung einer seit 1960 existierenden dichtbegrünten Vorzeigeparkanlage und einen klimapolitischen Sündenfall der gegenwärtigen Stadtpolitik!

Die BI KTO verurteilt die Massenbaumfällung mit bisher insgesamt 222 Bäumen (68 im letzten Bauabschnitt 7) und eine großflächige Vernichtung von Hecken und Sträucher.

Die BI KTO verweist auf eine Vielzahl Kritikpunkte der Parkumgestaltung, die bereits in einer Stellungnahme der Stadtteilvertretung AZ Turmstraße vom 21.4.2016 veröffentlicht worden sind (www.stv-turmstrasse.de)! Bezirksstadtrat Carsten Spallek (CDU) wird in seiner Eröffnungsrede seine Erfolgs-Bilanz der Parkumgestaltung präsentieren um eine "Ende gut - alles gut"- Jubelstimmung mit Musik und Luftballons zu verbreiten. Wenn die letzten Schlussabrechnung einer zur Zeit mit 8.826.649 Euro rund 8,8 Mio. Euro Steuermittel ständig teurer werdenden KTO-Parkumgestaltung veröffentlicht sind, ist Herr Spallek ab Ende 2016 möglicherweise nicht mehr der zuständige Bezirksstadtrat! Die Steuerzahler und die betroffenen Menschen müssen wohl noch Jahrzehnte lang unter dem Desaster dieser Parkumgestaltung leiden! In der BVV Mitte am 17.11.2011 erklärte Herr Spallek zu einer Anfrage über ein von der BVV Mitte am 15.9.2011 beschlossenes Mediationsverfahren für den 1. KTO-Planungabschnitt: Demokratische Prozesse können auch schädlich sein", um jegliche Bürgerinteressen und Bürgermitgestaltungsmöglichkeiten vom vorne herein auszuschalten!

Allein das Landschaftsplanerbüro Latz und Partner hat, bzw. wird nach uns vorliegenden Informationen (aller ausgegebenen und veranschlagten Kosten) ca. 1,17 Mio Euro für eine solche mensch- und naturfeindliche Parkplanung erhalten. Da die Kosten-Schlussabrechnungen der Bauabschnitte 6 und 7 sowie ein kleiner weiterer Bauabschnitt um die Heilandskirche herum noch aussteht, gehen wir am Ende von einer Summe zwischen 1 Mio. bis 1,2 Mio. Euro aus! Allein die 17 großen Betonhaufen, genannt auch "Sitzkiesel" oder "Latzhaufen" kosteten 462.181,33 Euro!*

Wir verweisen auf die Kostenaufstellung der gesamten KTO-Parkumgestaltung seit 2010 des BA Mitte, Stand Dez. 2015 hin, die sie im Anhang finden!

Wir verweisen auf die Ignorierung mehrerer Beschlüsse der Stadtteilvertretung AZ Turmatraße seit 2013 für eine Modifizierung der Parkplanung und die Forderung einer Petition an das Berliner Abgeordnetenhaus Berlin 2014 mit 2100 Unterschriften, die vom Senat und Bezirk vollständig missachtet wurden.

Die Bürgerparkgruppe Moabit (http://buergerparkgruppemoabit.wordpress.com) hat Ende 2013 ihr Parkpflegeangebot zurückgegeben, weil keinerlei Forderungen und Wünsche der Bürgerparkgruppe in der Feinplanung der Bauabschnitte 6 und 7 im Kleinen Tiergarten berücksichtigt wurden ein trauriges Beispiel, wie wenig ehrenamtliche Arbeit dem Bezirk Mitte wert sind gar nichts, wenn 100% Planerinteressen und 0% Bürgerinteressen durchgesetzt werden! Eine Welt von gestern!

Die BI KTO verweist auf die Chronik der KTO-Parkumgestaltung 2010 bis 2016 in http://biktomoabit.wordpress.com

* Recherchen Bund der Steuerzahler. Die Schlussabrechnung für alle 17 Sitzkiesel liegt noch nicht vor.

Anhangdatei 1: Kostenaufstellung des Bezriksamtes Mitte zur KTO-Parkumgestaltung, Abrechnungsstand Dezember 2015
Anhangdatei 2: Foto Gartenhof 2013mit Hinweisen weitergehender Informationen zu den Gartenhöfen [siehe hier drüber]

Für die BI KTO, Stand 18.5.2016
Rudolf Blais
Kontakt: ...

BI KTO = Bürgerinitiative Kleiner Tiergarten Ottopark


Kostenaufstellung für die Umgestaltung des Parks durch Einbringen von viel Beton, dem Bäume und Sträucher weichen mussten


Impressionen von der Eröffnung des umgebauten Kleinen Tiergartens


Rettet die Bäume! Rettet den Wald! - Einige Bäume konnte die Bürgerinitiative retten...
Der Park sollte ursprünglich viel durchsichtiger werden


Der Protest wird vorbereitet


Gartenhöfe ohne Gärten


Grünvernichtung in Moabit:
Ottopark 2011: 68 Bäume + 60 Prozent der Hecken und Sträucher

Kleiner Tiergarten, mittlerer Teil:
2013: 21 Bäume + viele Hecken und Sträucher

Kleiner Tiergarten, östicher Teil:
126 Bäume + viele Hecken und Sträucher

Schon 222 Bäume im Kleinen Tiergarten und Ottopark gefällt!
Ottopark: Grün durch Beton und Asphalt ersetzt!


Der neue Sitzkiesel-Kunstbaum
- produziert keinen Sauerstoff
- produziert keine Blüten im Frühjahr
- produziert kein Laub im Herbst
- ist kein Wasserspeicher
- ist sehr pflegeleicht
- jederzeit umpflanzungsfähig
- jederzeit transportfähig
- bietet so wenig Schatten wie möglich
- optimale Sonnenbestrahlung der Erde
- bietet viel Spaß in der Landschaft
= Besonders in betonierten Parkanlagen und Wüstenregionen geeignet


In die Rolleracht sind gestreifte Hügelchen eingebaut


Danke für Erhalt der Rollerbahn

Pfui für:
- Gartendenkmal verhunzt
- Bürgerengagement missachtet
- Nachtigallen vertrieben
- Autoblech, Beton, Asphalt beschert
- ?Aufenthaltsqualität?


Bezirksstadtrat Herr Carsten Spallek liest während seiner Rede den Protest der Bürgerinitiative Kleiner Tiergarten / Ottopark:

Verhunzung des Kleinen Tiergartens
durch Grünvernichtung (222 Bäume gestorben) und Betonversiegelung
Horrende Steuergeldverschwendung
8,8 Millionen Euro Kosten für Kleinen Tiergarten / Ottopark
davon über 1 Million Euro Planungskosten für Büro Latz und Partner


Soll das Transparent verschwinden?


Kinder-Event - Luftballons steigen lassen


1 Sitzkiesel: 34.037 Euro! Alle 17 kosteten zusammen: 462.181 Euro!


Hier pflegte die BürgerPark-Gruppe Moabit vergeblich ehrenamtlich mit dem Ziel: Rettung des Kleinen Tiergartens als Gartendenkmal


Die Parkumgestalter...

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Latz und Partner aus Kranzberg im ländlichen Bayern
durften laut Wettbewerbs-Jury (sieben BerlinerInnen!)
das wertvolle Stadtgrün im
steinernen Mobabit zwischen
Turmstraße und Alt-Moabit
um ein Drittel dezimieren
und
prächtige, alte Bäume
fällen.

Was im Ottopark begann, darf im
Kleinen Tiergarten nicht weitergehen!



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