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Stiller Protest auf einer Wuhlebruecke am Kienberg: Gruen sind Heuschrecken; sie fressen unsere Natur leise und gierig auf - 2017 -

Inhalt

IGA 2017 Berlin: Naturzerstörung im Namen der Natur

Wuhleteich mit Kienberg - 15. Juni 2014 Das den Gaerten der Welt zugeschanzte Gebiet um Kienberg und Wuhletal soll mit einem 2 m hohen, bestachelten Metallzaun 2015 eingezaeunt werden
Lageplan des IGA 2017 Berlin-Geländes, 169 ha - 1 Million 690 tausend Quadratmeter, davon werden 127 ha frei zugängliches Gelände der Bevölkerung weggenommen Das Flaechenkonzept von 2013 fuer die IGA 2017 Berlin sieht eine voellige Verschandelung und Zerstoerung des Landschafts- und Naturgebietes Kienberg-Wuhletal vor Logo der Buergerinitiative Kienberg-Wuhletal - 100 Prozent Kienberg-Wuhletal - Rettet unsere Natur - IGA 2017 zerstoert sie nur

IGA 2017 Berlin: Vorne hui - hinten pfui!

NEIN! zur Einzäunung ab Oktober 2014!
NEIN! zur Natur- und Landschaftszerstörung!
NEIN! zur Geldverschwendung!
Fazit: NEIN! zur IGA "VOR ORT" im Kienberg-Wuhletal-Gebiet
JA! zu mehr Grün in Berlin! - Statuten der IGA-Ausrichter erfüllen!
JA! zu Versickerungsflächen, um den Grundwasserkörper unter Berlin aufzufüllen!
JA! zu frei zugänglicher Naherholung und Biotopverbund!
Fazit: JA! zur IGA dezentral in ganz Berlin!

Im noch heute gültigen Landschaftsplan für den Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf von 1994 steht:
Das Wuhletal [geplantes IGA 2017 Berlin-Gelände] ist vor jeglicher weiterer Bebauung zu bewahren.
[Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz Berlin: Landschaftsprogramm / Artenschutzprogramm 1994 Erläuterungsbericht]

Dessen Einzäunung und Bebauung für die IGA 2017 Berlin soll aufgrund eines privatrechtlichen Vertrages erfolgen - gegen geltendes Baurecht.

Durch Einzäunung und Umwandlung der ursprünglichen in gestaltete Natur wird ein für Berlin einmaliger Naturschatz und Landschaft zerstört und 300.000 Anwohner von der Naherholung sowie Ausflügler und Naturfotografen aus diesem beliebten Berliner Ausflugsgebiet ausgeschlossen.

Gleichzeitig bereitet die IGA 2017 Berlin den Boden für "gehobenen Wohnungsbau" = Luxuswohnungsbau, also Gentrifizierung (Mietervertreibung).

Das knapp halbjährige Event IGA 2017 Berlin sowie die kaum zu reparierende Natur- und Landschaftszerstörung kostet uns Steuerzahler über 100 Millionen Euro, die wegen Berlins klammer Kassen zu weiterem Finanzierungsrückstau bei Infrastruktur-, Verwaltungs- und Sozialaufgaben führen.

Die IGA 2017 Berlin ist der letzte Baustein zur Privatisierung der größten und schönsten Berliner Parkanlagen durch dessen Übertragung auf die privatrechtlich organisierte Grün Berlin Stiftung. Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum hat diesem Deal, den manche als Landraub bezeichnen, bereits zugestimmt.

Wir bezahlen also dieses knapp halbjährige Event IGA 2017 Berlin mit
  • Zerstörung eines wertvollen Natur- und Landschaftschatzes

  • Bezahl-Naherholung und steigenden Wohnungsmieten

  • über 100 Millionen Euro Steuergelder

  • Privatisierung unseres großen Schatzes an Stadtgrün
    (über 600 ha = über 6 Millionen Quadratmeter)

Fauna (Tierwelt) des zukünftigen IGA 2017 Berlin-Geländes


Stand der Bearbeitung: 18.5.2015



Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH sowie Geschäftsführer der IGA 2017 GmbH behauptet, dass das für die IGA 2017 Berlin vorgesehene Gebiet um Kienberg und Wuhletal ein artenarmes sei. Aber ist ein Gebiet nur deswegen artenarm, wenn das ein Mensch behauptet, der Geschäftsinteressen verfolgt?
Wer im Frühjahr und Frühsommer dort spazieren geht, hört es von überall her zwitschern. Außer Amseln und Meisen hört das geübte Ohr auch Fitis, Nachtigall, Kuckuck, Dorngrasmücke, die FFH-Art Wachtelkönig, insgesamt um die 18 Brutvogelarten plus jeder Menge Gäste (Zugvögel / Durchzügler).
Das Vorkommen der Tagschmetterlinge wird schon seit über 10 Jahren regelmäßig aufgezeichnet. Davon gibt es über 40, solche wie die FFH-Art Großer Feuerfalter und seltene Arten wie der Kleine Eisvogel. Den Schwalbenschwanz kann man hier reichlich bewundern. Auch andere Insektenarten gibt es hier in reichlicher Zahl.
Säugetierarten sind hier ebenfalls viele etabliert, darunter Reh und Fuchs sowie der Feldhase, eine Zielart. Insgesamt kommen in dem Areal, das eingezäunt, bebaut und zur IGA 2017-Gartenschau umstrukturiert werden soll, mindestens 7 Zielarten vor, also Arten, die in einem Biotopverbund mit Brandenburg [1] vernetzt werden sollen, was die Voraussetzung der Arterhaltung in kleinen Lebensräumen ist. Wird das Gelände eingezäunt, so ist das Band des Biotopverbundsystem zerrissen und alle Bemühungen um den Erhalt der Artenvielfalt konterkariert.
[1] http://www.stadtentwicklung.berlin.de/natur_gruen/naturschutz/biotopschutz/de/biotopverbund/index.shtml



Inhaltsverzeichnis

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Naturschauspiel: Stare sammeln sich zu vielen Tausenden im Wuhletal und am Kienberg

Stare versammeln sich zu Tausenden an ihrem Uebernachtungsplatz Wuhletal am Kienberg
Foto: Sabine Büttner
Stare versammeln sich zu Tausenden an ihrem Uebernachtungsplatz Wuhletal am Kienberg
Foto: Sabine Büttner
Stare versammeln sich zu Tausenden an ihrem Uebernachtungsplatz Wuhletal am Kienberg
Foto: Sabine Büttner
Diese Fotos wurden am Montag, dem 28. Juli 2014, geschossen.

Naturschauspiel Stare

Welch ein Naturschauspiel! Stare, die geradlinig, schnell und mit surrendem Flügelschlag fliegen, versammeln sich nach der Brutzeit zu Tausenden an gemeinsamen Übernachtungsplätzen. Sie sitzen im Rohr an der Wuhle und den Baumkronen des Wuhletals und Kienbergs. Jetzt können wir allerdings nicht mehr ihren pfeifenden und schmatzenden Gesang hören, der meist von Flügelschlagen begleitet wird. Der Star ist ein Teilzieher.

Seilbahn

In drei Jahren soll hier eine Seilbahn während der IGA 2017 Berlin und viele weitere Jahre danach die Menschen vom U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße (zukünftig: Gärten der Welt) von der Hellersdorfer Seite in die Gärten der Welt in Marzahn transportieren. Werden diese mit einem Schauspiel belohnt, in dem sie mittendrin schweben? Oder sind sie stark gefährdet?
Die Gefährdung von Vögeln und Menschen ist durch den Betrieb einer Seilbahn über dem Wuhletal und Kienberg durch Vogelschlag nicht auszuschließen. Vogelschlag bezeichnet den Zusammenprall von Vögeln mit Objekten. Ebenso wie andere Lebewesen erkennen Vögel manchmal natürliche oder von Menschen erbaute Hindernisse in ihrem Flugraum nicht (wie zum Beispiel ... Stromleitungen), missinterpretieren sie oder schaffen es nicht, ihnen auszuweichen und kollidieren mit ihnen. Dies kann zu Verletzungen und zum Tod der Tiere führen. ...Vogelschlag kann für Fahrzeuge zu ernsten Gefahrensituationen führen.
Moderne Verkehrsmittel stellen für Vögel eine zum Teil erhebliche Gefahr dar.
[Auch der seltene farbenfrohe Eisvogel kann davon betroffen sein.] Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten führt eine Kollision in der Regel zu schweren Verletzungen, meist jedoch zum Tod des Vogels.
Das Auftreffen von Vögeln auf Luftfahrzeuge ... ist aber auch eine Gefahr für die Fahrzeuge selbst sowie deren Insassen, da der Fahrzeugführer im einfachsten Fall durch den Aufschlag abgelenkt und erschreckt wird, im schlimmsten Fall durch das Bersten der Windschutzscheibe verletzt werden kann und dann nicht mehr in der Lage ist, das Fahrzeug weiter zu steuern.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vogelschlag
Der fürchterliche Knall beim Aufprall des Vogels erschreckt die Passagiere und es kann in der Kabine Panik ausbrechen.
Schwer oder lebensgefährlich verletzte abstürzende Vögel wie Schwäne und Graugänse, die sich im Wuhletal sammeln, können eine Gefahr für die Menschen darstellen: Ein Schwan wiegt im Durchschnitt rund 15 Kilogramm und kann tödliche Verletzungen hervorrufen, wenn dieser beispielsweise einen Menschen trifft!
Quelle: http://www.salzi.at/2012/05/tragseile-der-grunbergseilbahn-kopften-schwane/
Möglich ist auch ein Steckenbleiben der Seilbahn. Manchmal ist die Unglücksursache unbekannt. So mussten 2012 in der Schweiz bei St. Moritz 75 Menschen aus einer Seilbahn per Hubschrauber gerettet werden. Bei einem Unglück über dem Wuhletal wird es sehr schwierig, die Menschen aus der Gondel zu retten. Die Menschen wurden an einem Seil hängend abtransportiert.
Wuhletal und Kiengerg sind voll mit Vögeln und Sammelplatz u.a. für Zugvögel. Vogelschlag kann zur tödlichen Gefahr werden. Kann man hier von verantwortungsvoller Planung sprechen? Die Fahrt mit der Seilbahn dürfte sich als Russisch Roulette erweisen. Mutige vor!!!
Mehr Infos: Bei der Seilbahn, die Wuhletal und Kienberg überspannen soll, ist mit Vogelschlag zu rechnen

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Der Vogelreichtum auf dem Kienberg wird mit der IGA 2017 Berlin mindestens halbiert

Die 18 auf dem Kienberg brütenden Vogelarten sind Amsel, Blaumeise, Buchfink, Buntspecht, Eichelhäher, Gartengrasmücke, Grünfink, Kohlmeise, Mäusebussard, Mönchsgrasmücke, Nachtigall, der äußerst seltene Pirol, Ringeltaube, Rotkehlchen, Singdrossel, Sumpfrohrsänger, Zaunkönig und Zilpzalp. Sie brüten in 129 Revieren, d.h. 129 Pärchen haben Junge großgezogen.
Wo finden diese im Jahre 2013 gezählten 129 Brutpaare zukünftig ihre Reviere, wenn der Wald radikal abgeholzt wird? Wieviel Lebensraum bleibt nach der mit Brachialgewalt von heute auf morgen gefällten 800 bis 1000 Bäume den am Boden in dichtem Unterholz brütende Arten wie Zaunkönig, Rotkehlchen und Gartengrasmücke oder den in dichtem Gebüsch wie Amseln und Finken oder dem hoch in den Baumkronen wie Pirol und Mäusebussard oder den in Höhlen brütenden Vögeln wie der Buntspecht? Das wird uns durch die IGA 2017 Berlin GmbH als "behutsamer" Waldumbau und "Waldentwicklungskonzept" verkauft.

Die Integrierung des Kienbergs in die Gärten der Welt lässt ahnen, dass sich die Artenzahl denen der Gärten der Welt angleicht: Dort in dem größeren Areal brütet nur die Hälfte der Vogelarten in 62 Revieren U.a. fehlen die "Kienberg-Arten" Buntspecht, Gartengrasmücke, Mäusebussard, Pirol, Rotkehlchen und Zaunkönig. Das nennt die IGA 2017 Berlin GmbH dann Aufwertung (Ertüchtigung) des Gebietes.

Bevor die Grün Berlin GmbH mit ihrem Geschäftsführer Christoph Schmidt, der in Personalunion auch die IGA Berlin 2017 GmbH führt, auf den Kienberg zugegriffen hat, verfolgte der Senat, der die Strategie zum Erhalt der Biologischen Vielfalt in einer Broschüre propagiert, einen wirklich behutsamen Waldumbau: Im Laufe der Jahre sollen die einheimischen Gehölze wie Eichen und Birken durch Freischneiden gefördert werden. So wie man es in der UN-Dekade der Biologischen Vielfalt 2011 2020 erwarten kann, die die Vereinten Nationen unter dem Eindruck des weltweit dramatisch zurückgehenden Biodiversität ausgerufen haben.

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Kurzzusammenfassung der von der IGA Berlin GmbH veranlassten Faunistischen Kartierung

Es wurden lediglich innerhalb weniger Monate Floristische u. Faunistische Kartierungen durchgeführt. Wahrscheinlich aufgrund der kurzen Zeit sind sie nicht ganz vollständig.

Die ausführliche Faunistische Kartierung finden Sie unter folgendem Link:

www.iga-berlin-2017.de/fileadmin/iga/images/downloads/Pflege-_und_Entwicklungskonzept/Faunistische_Untersuchungen-Parklandschaft_Kienberg-Wuhletal.pdf

Bereits aus den Kartierungen geht schon hervor, wie schädlich sich hier die geplanten Baumaßnahmen sowie Lichtverschmutzungen, Lärm, Verschattungen usw. auf Fauna, Flora und das Gelände auswirken. Allein was die Bau- u. Erschließungsarbeiten für das Illuminierte Aussichtsbauwerk, die beleuchteten Brücken, Sommerrodelbahn, Seilbahn, Touristeninformationszentren, Spielplätze, die großflächigen Einzäunungen usw. hier an Erschütterungen, Bodenverdichtungen, Bodenversiegelungen, Lärm, Staub usw. anrichten, ist schon sehr bedenklich.

Tierwelt Artenanzahl (+ potenzielle) RL Berlin RL Deutschland FFH VSchRL BArtSchV Erfassung Begehung / Kartierungen
Fledermäuse 7 7 4 7 -   Mai - August 2013  
Klein-/Großsäuger 23 (+4) 5 (+3) 5 (+2)   - 12 (+2) November 2013 2 (Fang); "Exkursionen"
Vögel 55 13 10 3 2 48 (§), 7 (§§) April - Juli 2013  
Reptilien 1 1 1 - - 1 April - Oktober 2013 ?
Amphibien 3 2 1 2 - 3 April - Oktober 2013 ?
Fische 16 (+5) 5 3 2 (+1) - ? Juni - Juli 2013  
Tagfalter 32 (+2) 8 4 1 - 9 (§), 1 (§§) April - August 2013  
Nachtfalter 145 21 6 - - 4 (§) Juni - August 2013  
Wildbienen* / Wespen 86 (+4) 15 21 - - 83 April - August 2013  
Heuschrecken / Grillen 22 9 3 - - 2 Juni - September 2013  
Libellen 16 4 4 - - 16 Juni - August 2013  
Köcherfliegen 18 1 1 - - - Mai - August 2013  
Eintagsfliegen 7     - - - Mai - August 2013  
Wasserkäfer 34 3   - - - Mai - August 2013  
Wasserwanzen 20 2 1 - - - Mai - August 2013  
Wasserspinnen 1 1 1 - - - Mai - August 2013  
Muscheln 6 1 1 - - - Mai - August 2013  
Wasserschnecken 19 1 5 - - - Mai - August 2013  
Egel 10 - - - - - Mai - August 2013  
Krebstiere 3 - - - - - Mai - August 2013  
Strudelwürmer 4 - - - - - Mai - August 2013  

Verfasser: N.N.

Wildbienen*

Solitärbienen und Hummeln (Wildbienen) gehören neben den Honigbienen zu den wichtigsten Bestäubern von Wild- und Kulturpflanzen, also auch Obst- und Gemüsepflanzen. Die wilden Verwandten der Honigbiene sind in ihrem Bestand stark gefährdet, weil es an geeigneten Nistplätzen und häufig auch an Nahrungsangebot fehlt.

Die Solitär- oder Einsiedlerbienen leben in vielen Gattungen und Arten. An Gattungen gibt es z.B. Sandbienen, Mauerbienen, Holzbienen und Wollbienen. In Deutschland leben 520 bis 550 Wildbienenarten. 290 Arten davon sind in Berlin nachgewiesen. Viele Solitärbienenarten sind auf bestimmte Nahrungspflanzen hochspezialisiert. Daher treten sie nur in kurzen Zeiträumen auf (3 Wochen bis 3 Monate) angepasst an die Blütezeit ihrer spezifischen Wirtspflanzen. Als Nahrungsspezialisten sind sie besonders wertvolle Blütenbestäuber und verdienen unseren besonderen Schutz.

Die meisten Solitärbienen (Einsiedlerbienen) führen anders als die Honigbienen ein Einsiedlerleben. Die Weibchen verrichten alle Arbeiten vom Nestbau bis zur Anlage der Brutzelle und deren Bestückung allein. Sie nisten im Boden, in hohlen Pflanzenstengeln, morschem Holz, Lehmwänden oder Mauerritzen, z.B. in Trockenmauern.

Jede einzelne Wildbiene ist gesetzlich streng geschützt und auch ihre Nistplätze. Und trotzdem sollen die bestehenden Trockenmauern (Gabionen / Steinkörbe) am Südhang des Kienbergs nahe den Gärten der Welt, wo die Kienberg-Terrassen entstehen sollen, in denen viele Wildbienen nisten, ersetzt werden - durch... Sie werden's nicht glauben! ... durch BETONmauern mit Natursteinverkleidung, damit sie wie Trockenmauern WIRKEN! Das bedeutet höchstwahrscheinlich der IGA Berlin 2017-Slogan Im Namen der Natur, an die Kinder und Jugendliche herangeführt werden und achten lernen sollen. Gibt es für die IGA Berlin GmbH keine Gesetze, an die sie sich halten muss? Und keine Verantwortung für den Erhalt der Biologischen Vielfalt, wegen deren dramatischen Rückgangs die UN die Dekade der Biodiversität von 2011 bis 2020 ausgerufen hat? Ist dieses Sommerevent, das sich IGA Berlin 2017 nennt, nur Disneyland? Alles nur Schein? Zum Bespaßen von irgendwelchen Leuten und als Spielwiese des gärtnerischen Berufsstandes, der Milliardengeschäfte auf Steuerzahlers Kosten wittert? Großartig! Kommt da bei Ihnen Freude auf? Bei mir nicht. Deshalb engagiere ich mich gegen diese Spaßveranstaltung, für die ein Teil unserer Lebensgrundlagen von meines Erachtens gewissenlosen und selbstsüchtigen Menschen geopfert werden soll.

Die wesentlichen, auf der Erde zur Verfügung stehenden Güter hängen von der Vielfalt und Variabilität von Genen, Arten, Populationen und Ökosystemen ab. Dies umfasst die Biologische Vielfalt. Über die biologischen Ressourcen können sich die Menschen ernähren, kleiden, Arzneimittel gewinnen, und sie sind auch Vorbild für viele technische Neuerungen (Bionik).

Die natürlichen Ökosysteme der Erde mit Wäldern, Gras- und Weideflächen, Feuchtgebieten wie das Wuhletal und andere Brachflächen mit vielen Wildpflanzen, die einen höheren ökologischen Wert als die meisten gezüchteten Zierpflanzen haben, aber auch fruchtbare Äcker und Felder, Parkanlagen, Friedhöfe und Gärten (auch Kleingärten mit ihren vielen Obstbäumen und dem Gemüseanbau) sind Teil der Biologischen Vielfalt unserer Erde und sollten weitestgehendst erhalten werden. Leider sind Hohlköpfe, Psychopathen und Egoisten damit überfordert. Ihnen sollten keine verantwortungsvollen Positionen zugestanden werden.

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Zielarten im Kienberg-Wuhletal-Gebiet

Laut IGA-Kartierung sind von den 34 Berliner Zielarten für den Biotopverbund folgende genannte Arten präsent:

Pflanzen:
Strand-Grasnelke (Armeria elongata)

Tiere:

Ab dem Vorhandensein von einer einzigen Zielart soll das entsprechende Gelände zum Biotop-Verbundsystem Berlin-Brandenburg gehören.

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Kurzbericht von den Vorgängen auf dem IGA 2017 Berlin-Planungsgelände Kienberg-Wuhleteich vom 9. Dezember 2014

Leider habe ich vor wenigen Minuten erfahren, das seit gestern die Sandlinse* mit schweren Geräten von ausländischen Bauleuten abgetragen wird und da diese kein Deutsch verstehen, kann man auch nicht fragen, wer dieses angeordnet hat. Die Bäume sind gefällt.

Der Biesdorf-Marzahner-Grenzgraben ist aufgestaut und baumfrei gestellt.

Bei Erdarbeiten auf der ehemaligen Schuttdeponie Kienberg kamen übelriechende Gase aus den Öffnungen. Die Bevölkerung wurde darüber nicht informiert. Die Dämpfe werden abgesaugt.
Da mir von Menschen, die Kontakt mit den ehemaligen Mitarbeitern der Depomie hatten, von Ölfässern, Altlasten Chemikalien und wenig guten dort vergrabenen Hinterlassenschaften berichtet wurde, können wir uns noch auf schlimme Funde auf dem Kienberg einrichten. Es werden sehr tiefe Eingriffe vorgenommen.

N.N.

Sandlinse*

Es sind jedoch auch innerhalb des Wuhletals kleinflächige Standorte mit ganz besonderen Standortbedingungen zu finden, an die sich Tier- und Pflanzenarten angesiedelt haben, die im weiteren Umfeld sonst nicht zu finden sind. Eine dieser Flächen ist beispielsweise die sogenannte Sandlinse nördlich des Wuhleteichs. Hier können bedingt durch die trockene Bodenbeschaffenheit auch die in Berlin seltene Grasnelke* sowie der Wachtelkönig* gefunden werden.
Quelle: http://www.iga-berlin-2017.de/planung-bau/natur-umwelt/waldentwicklung/
Grasnelke*: Die Strand-Grasnelke (Armeria elongata) ist eine Zielart für Berlin und weist somit dieses Areal als Biotop-Verbund-Gebiet aus.

Wachtelkönig*: Die Vogelart Wachtelkönig genießt europaweit den höchsten Schutzstatus. Und ausgerechnet sein Lebensraum wird als erstes für eine halbjährige Blümchenschau vernichtet, die sich IGA 2017 nennt und damit wirbt, im Namen der Natur zu agieren. Und ausgerechnet die Veranstalter dieses Events wollen Kindern und Jugendlichen die Achtung vor der Natur näher bringen. Ist das nicht der reinste Hohn oder glatter Zynismus?

s. auch Verunreinigung der Wuhle in Berlin-Hellersdorf



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Füchse suchen neuen Lebensraum

Hallo Ihr Lieben,

am 31.12.2014 "turnten" 2 Füchse an der U-Bahn-Böschung Neue Grottkauer Straße herum. [Station für einen Spaziergang ins Wuhletal und zum Kienberg neben den Gärten der Welt, wo 2017 die Internationale Gartenbauausstellung IGA Berlin 2017 stattfinden soll. Darum will die IGA Berlin 2017 GmbH diese Station gern in Gärten der Welt umbenennen.]

Hatte leider keine Kamera dabei, nur mein Handy, aber das Foto ist ganz gut geworden und darf gerne veröffentlicht werden mit einem entsprechenden Text dazu:

Einer der beiden Füchse konnte gerade noch im letzten Augenblick der heran rasenden U-Bahn ausweichen.

Sowas passiert, weil der Mensch den Tieren immer weitere Lebensräume wegnimmt.

Die Wildtiere suchen sich dann neue Lebensräume in den Siedlungen, an Grünflächen von Bahnanlagen und Straßen, wo sie nicht nur selbst gefährdet sind sondern auch eine Gefahr für andere [z.B. Menschen] darstellen.

Das muss nicht sein!!! Lasst den Wildtieren ihre natürlichen Lebensräume!!!! Keine Zäune und Bebauungen im Landschaftsgebiet Kienberg, Wuhletal, Jelena-Santic-Friedenspark!!!

Liebe Grüße

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Rückgang von Brutvogelarten - IGA 2017 in Berlin ohne Vogelschutz / Persönlicher Bericht von Sabine Büttner

Sehr geehrte Damen und Herren,

immer wieder wird darüber berichtet, dass die Brutvogelarten in Deutschland immer weiter in ihren Beständen zurückgehen. (dpa - Studie des Bundesamtes für Naturschutz)

Ich finde diese Meldungen erschreckend, doch was ich noch viel erschreckender finde, ist die Tatsache, dass sich offenbar niemand tatsächlich um den Vogelschutz zu kümmern scheint.

Das beste Beispiel ist bei uns im Berliner Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf. Hier soll die IGA 2017 stattfinden, und zwar nicht nur in den bereits bestehenden Gärten der Welt, sondern es sollen der Kienberg und der schönste und ökologisch wertvollste Teil des Wuhletals, dem größten Biotopflächenverbund Berlins, mit integriert werden.

Nun wird hier ohne Bebauungspläne, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Landschaftspläne, Planfeststellungsverfahren, Artenschutzrechtliche Fachgutachten und entgegen den Faunistischen Kartierungen gebaut und umgestaltet.

In den Kartierungen wurden mindestens 55 Brutvogelarten nachgewiesen, darunter viele Rote-Liste-Arten, besonders geschützte und auch FFH-Arten. Im Winter wurden alle Nistkästen im Gelände entfernt und achtlos umhergeworfen, anstatt sie anderswo wieder aufzuhängen. Bei hektarweisen Baumfällungen wurde auch der Nistbaum unseres Mäusebussards gefällt.

Bereits vor einigen Jahren hatte er durch sogenannte Parkpflegemaßnahmen seinen Brutplatz verloren. Auch Sträucher und Büsche wurden großflächig entfernt, somit wurden den Vögeln hier wichtige Winterfutterquellen und ebenfalls Nistmöglichkeiten entzogen.

Im Februar wurde eine große Fläche rapide abgemäht, damit die Bodenbrüter, darunter der stark bedrohte Wachtelkönig, hier nicht brüten. Großflächige Röhrichtbestände werden zurückgeschnitten und sollen zum Teil durch Wechselflor ersetzt werden bzw. Baufreiheit schaffen. Dabei wurden viele Nester unserer Wasservögel einfach freigelegt und viele Vögel haben ihre Gelege aufgegeben.

Viele Flächen werden versiegelt, bebaut und beleuchtet, was ebenfalls den Tieren, nicht nur Vögeln, Lebensraum raubt, und die Einzäunungen haben schon viele schwere Verletzungen und Todesfälle bei unseren Wildtieren herbeigeführt.

Den Initiatoren der Gartenschau ist das egal, man will hier eine Seilbahn, und da stören Vögel ja nur. Und das Groteske an der Sache ist, dass man in der Presse veröffentlicht, dass das alles in Abstimmung mit den Naturschutzverbänden geschieht und die Artenvielfalt erhöhen soll. Wie kann man diesem üblen Treiben Einhalt gebieten?

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Büttner

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