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Kleingärten erhalten!




Stand der Bearbeitung: 13.1.2016



Kleingärten retten Anregungen / Grün ist Leben





Naturerlebnis für Kinder - eine leuchtende Pracht in der Stadt



Dieses Papier, Zusammengetragen und ergänzt im März 2014 von Angelika Paul , soll Anregungen zu Aktionen für die Gewinnung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern zwecks Erhaltung von Kleingärten geben.
Es greift weitgehend auf Archivmaterial zurück.




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Kleingärten - Grün für Berlin



Berliner Kleingartenbestand (Stand April 2013)

Verwaltungsbezirk

Kleingärten insgesamt

davon Kleingärten mit Bebauungsplan
[also einigermaßen gesichert]


Bevölkerung 2015*

das entspricht... m2 Kleingartenfläche pro Einwohner

 

Anlagen

Parzellen

Hektar

Anlagen

Parzellen

Hektar

 

ohne Bebauungsplan

davon mit Bebauungsplan

Charlottenburg-Wilmersdorf

114

8.653

300,5

5

382

10,6

302.313

9,94

0,35

Friedrichshain-Kreuzberg

2

122

4,1

1

47

1,2

263.526

0,155

0,045

Lichtenberg

58

6.271

286,8

4

136

6,5

262.760

10,941

0,247

Marzahn-Hellersdorf

41

3.324

171,9

2

848

44,1

251.007

6,848

1,756

Mitte

31

2.031

65,2

15

939

31,3

337.593

1,931

0,927

Neukölln

91

9.442

391,4

6

352

14,4

311.943

12,547

0,461

Pankow

92

10.508

499,6

0

0

0

371.438

13,45

0

Reinickendorf

89

6.848

269,1

26

1.997

83,2

246.412

10,92

3,376

Spandau

77

4.373

185,3

21

1.113

42,4

222.300

8,335

1,907

Steglitz-Zehlendorf

78

5.545

198,1

27

3.152

112,5

284.313

6,967

3,956

Tempelhof-Schöneberg

93

7.072

239,1

24

1.579

61,5

324.208

7,374

1,896

Treptow-Köpenick

159

9.245

407,4

3

148

6,4

244.016

16,695

0,262

Berlin insgesamt

925

73.426

3.018,3

134

10.693

414,1

3.421.829

8,82

1,21

Erläuterungen:
Quelle, umgestellt und erweitert: http://www.gartenfreunde-berlin.de/downloads/berlinerkleingartenbestand.pdf
*laut Jahrbuch 2015 vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
1 Hektar = 10.000 Quadratmeter / 1m2 = 0,0001 ha



Seit Kriegsende sind 50 Prozent der Kleingärten in Berlin verlorengegangen.
2010: 934 Kleingartenkolonien mit 74526 Parzellen auf 3064 Hektar
2013: 9 Kolonien, 1100 Parzellen und 46 Hektar weniger [Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung]

Der Berliner strebt eine massive Verringerung der Kleingartenflächen an. Die meisten davon sollen bebaut, zumindest aber versiegelt werden und gehen dadurch nicht nur der Erholung der Bevölkerung und der Biodiversität (biologischen Vielfalt) verloren, sondern fehlen auch bei der Regenversickerung, die den Grundwasserkörper unter Berlin auffüllt. Aus diesem bezieht die Metropole ihr Trinkwasser.



Laut Landesverband der Kleingärtner gab es 2012 10861 Bewerbungen um einen Kleingarten bei 3404 Pächterwechseln. Das Interesse an Kleingärten wächst vor allem in der jungen Bevölkerung. Die Gärten werden nicht nur zum Sehnsuchtsort, sondern sind auch eine Touristenattraktion, die man erhalten sollte.
Zudem kühlen sie die Stadt. Dies wird in Zeiten des Klimawandels, wo die Sommertemperaturen tagelang sich auf über 35 Grad Celsius halten und die Nächte nicht mehr abkühlen, immer wichtiger. Denn überhitzte Städte sind ein Krankheits-, wenn nicht sogar ein Todesfaktor.

Rund 400.000 Berliner Bürger verbringen ihre Freizeit überwiegend in Kleingärten (Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/10). Das sind fast 10 Prozent der Berlin-Bewohnerinnen und -Bewohner!

An einem einzigen Tag wurden stadtweit 50.000 Unterschriften für den Erhalt der Berliner Kleingärten gesammelt (Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/25). Kleingärten sind bei der Bevölkerung und Touristen beliebt. Hoffentlich erwidern Stadtpolitiker bald diese Liebe und entdecken auch bald ihre zu Kleingärten.

Beispiel für die geplante Abwicklung von Kleingärten am Teilbezirk Wilmersdorf:
Der Stadtnentwicklungsplan Wohnen (StEP Wohnen) vom Mai 2013 hält für Wilmersdorf folgende Kolonieopfer bereit:

Darüberhinaus gibt es starke Hinweise darauf, dass auch kleinere Kolonien von unter einem Hektar als "Wohnflächenpotenziale in begehrten Lagen" oder "in Ermittlung" betroffen sind. Diese Kolonien haben fast alle eine Schutzfrist bis 2020 und weisen teilweise den Vermerk auf: "Optionsfläche Liegenschaftsfonds", der die Flächen verkauft.
Somit könnte es sein, dass der Ortsteil Wilmersdorf 6 seiner insgesamt 8 Kolonien verliert und der Ortsteil Schmargendorf 3 ½ von 6. Dem Bau von Eigentumswohnungen musste schon 2008 die Kolonie Württemberg mit 1,4 Hektar weichen. Schon in den 60er Jahren erlitten die Wilmersdorfer Kolonien große Flächenverluste.
Insgesamt enden für 146 Berliner Kleingartenanlagen 2020 die Schutzfristen.
Der damalige Senator für Stadtentwicklung und Umwelt und heutiger Regierender Bürgermeister von Berlin Michael Müller hat am 9. Januar 2013 im Bauausschuss des Abgeordnetenhauses erklärt, es werde einen "Angriff" auf kleine Anlagen und einzelne Parzellen geben

s. auch Politiker- und andere Stimmen .

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Kleingartenfest



Mitbürger / Anwohner als Verbündete gewinnen

Aktion

Bemerkungen

Quelle

In Grünen Briefen, die den Erhalt der Kleingärten fordern (unabhängig von Abstimmungen / Tricksereien der Parteien), sich der Bürgersolidarität versichern

FNP 84: In 200.000 Grünen Briefen an das Parlament wurde gefordert, den bezirklichen Planungen stärker zu entsprechen und die Bürgerbeteiligung auf alle Bestandteile des Flächennutzungsplans auszudehnen

BG 6/89, S. 6/2 und 6/3

Sympathiewerbung

Nachbarschaftsfest

 

Luftballons

 

 

Aufkleber

 

 

Infoblatt

Textbeispiel:
Botschaft vorn: Mit herzlichen Grüßen von Wilmersdorfer Kleingärten
hinten: Kleingärten in der Stadt gut für Klima und Seele

 

Infoblatt

mit vierfarbiger Bezirkskarte, z.B. Charlottenburg-Wilmersdorf, auf der alle gefährdeten Kolonien markiert sind

 

Blumentöpfe / - sträuße

Blumengrüße verteilen

 

Tag der Offenen Gärten

Anwohner werden zur Gartenbesichtigung eingeladen

 

Öffentliche Diskussionen / Podiumsdiskussionen mit Politikern

eventuell auch mit den "Investoren"

 

Im Sender Alex auf die Situation der Kolonie Oeynhausen aufmerksam machen und breite Solidarität erzeugen

Mehr Informationen: http://www.alex-berlin.de/alex-ich/produzieren.html

 

Imagefilm des Landesverbandes der Gartenfreunde Berlin vorführen

 

 

Umwelttage

 

 

Regionalmessen

 

 

Ausstellungen

 

 

Vorträge zu Umweltfragen

 

 

Veröffentlichung von Gartentipps in Tageszeitungen oder Regionalfunksendungen

 

 

Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche in Zusammenarbeit mit regionaler Presse

Themen z.B.:
- Mein Wunschgarten
- Was gefällt mir im Garten?

 

Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche in Zusammenarbeit mit regionaler Presse

Themen z.B.:
- Schnappschüsse im Kleingarten
- Obst und Gemüse im Kleingarten
- Tiere und Pflanzen im Kleingarten

 

Jeder Verein, aber vor allem die Bezirksverbände und der Landesverband sollten ein Mitglied haben, das für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich betraut ist

 

 

Den Bundespräsidenten oder führende Politiker zu Jubiläen und anderen herausragenden Festen einladen

 

 

Großveranstaltungen anbieten

z.B. 3. Friedrichsfelder Gartenlauf '95

Berliner Gartenfreund, Juli 1995, S. 7/25

Demos / Sternmärsche

Die Stadtbewohner auf die Vernichtung von Grün aufmerksam machen
Solidarität mit bedrohten Kolonien zeigen; denn die nächsten sind WIR!

 

Gespräche mit / Briefe an politischen Entscheidungsträgern / Fraktionsvorsitzender / Abgeordneten führen, sie nach ihren Positionen befragen, Druck ausüben (Lobbyismus von unten)

Auch öffentliche Diskussionen organisieren

Aufzeigen, um wieviel ärmer die Stadt ohne Grün wird (im Grün-armen Paris herrscht zur Zeit Smog; Autofahrer dürfen mit öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos fahren 14.3.2014)

 

Von den Bezirksämtern Bauleitpläne zur Sicherung der Kleingartenanlagen immer wieder einfordern

 

 

Busrundfahrt zu verschiedenen Kleingartengeländen, z.B. für alle in der Bezirksverordnetenversammlung vertretenden Parteien

"Grau ist alle Theorie, wenn es um Grün geht, um Menschenschicksale, um Natur und Stadtplanung..." (Weißensees Bezirksbürgermeister Gert Schilling)

Berliner Gartenfreund, Juni 1994, S. 6/45

Informations- und Aufklärungsveranstaltungen

wenigstens 1x jährlich

 

Schirmaktion Der Tagespresse war die große Schirmaktion nur wenige Zeilen wert.
Die Wilmersdorfer verschenkten Rosen.

An knapp 150 Stellen in der Stadt präsentierten Gruppen von 3 bis 10 Gartenfreunden... unter einheitlich grün-weißen Sonnenschirmen mit der Aufschrift "Berlin braucht seine Kleingärten" sowie dem LV-Symbol und Bärchen, Informationsmaterial des Landesverbandes, der Bezirksverbände und Kolonien bzw. Aktionsgruppen... Außerdem gärtnerische Broschüren, Verbandszeitschrift, Kressesaatgut, Luftballons, Aufkleber, Lutscher, Bonbons und Unterschriftenlisten.

Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/24
Rolf Bathe

Musikalische Darbietungen

ziehen besonders viel Publikum an

 

Solidarität aller Kleingärtner

 

 

Prominente mit ins Boot holen

 

 

Kooperationen mit Schulen / Kindergärten / Altentagesstädten / Behinderteneinrichtungen usw. eingehen

 

 

Zur Gewinnung der Charlottenburger hilft vielleicht die Statistik von 1994 zur Vernichtung der Kleingärten in diesem Bezirk

BV Charlottenburg:
- Durch Kündigung / Räumung verlorene Parzellen: 30
- Zugang durch Parzellenneuanlage: 0
- Zugang durch Parzellenteilung: 6
- unmittelbar bevorstehende Kündigungen: 111
- stark gefährdet: 382


BV Wilmersdorf:
- Durch Kündigung verlorene Parzellen: 0
- Zugang durch Parzellenneuanlage: 0
- Zugang durch Parzellenteilung: 0
- unmittelbar bevorstehende Kündigungen: 22
- stark gefährdet: 22

Berliner Gartenfreund, Februar 1994, S. 2/6

Gedenksteine / Grabsteine / Kreuze aufstellen für alle Kolonien, die bereits in Wilmersdorf-Charlottenburg bzw. Berlin der Politik zum Opfer gefallen sind. Wieviele es noch gibt, mit Blumensträußen / -töpfen darstellen und dazu deren Gefährdungsstatus schreiben

Als Demo anmelden. An einem zentralen Platz in Charlottenburg, evtl. auch in Wilmersdorf. Evtl. die Aktion an verschiedenen Orten wiederholen.

 

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Kleingärtner haben Wünsche und Forderungen an die Politik



Forderungen an die Politik

s. auch Politiker- und andere Stimmen

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Nutzen der Kleingärten


Kleingärten haben in Berlin eine über hundertjährige Tradition und sind immer noch zeitgemäß



s. auch Mindestens 10 Gründe, Kleingartenanlagen in der Stadt zu erhalten

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Kleingartengelände weisen eine höhere Pflanzenvielfalt auf als Parkanlagen



Kleingartenkolonien versus Parkanlagen

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Naturschutz geht vor Eigentum

Regelungen in einer Naturschutzverordnung, die die Nutzbarkeit eines Privatgrundstücks einschränken, sind nicht als Enteignungen zu werten. Derartige Regelungen sind vielmehr zulässige Bestimmungen vom Inhalt und Schranken des Eigentums, so dass eine Entschädigung durch den Staat ausfällt. (Bundesverwaltungsgericht, Az.: 7C 26/92 (Berliner Gartenfreund, Mai 1994, S. 5/28)

Geschützte, besonders geschützte und streng geschützte Tier- und Pflanzenarten, die in Kleingärten zu erwarten sind, z.B. Wildbienen und andere Insekten, Amphibien, Vögel, Säugetiere...

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Politiker- und andere Stimmen

Politiker- und andere Stimmen

Aussage

Quelle

Jürgen Hurt, 32 Jahre Präsident des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde e.V.

"Schon bei einer flächensparenden Einrichtung der Baustellen kann erreicht werden, dass viele Kleingärten, die jetzt verplant sind, erhalten werden können." "Hier werden durch Straßenführung zusammenhängende Grünflächen zerschnitten und ohne zwingende Notwendigkeit Kleingartenparzellen und öffentliche Naherholungsziele geopfert." "Eine Inanspruchnahme von innerstädtischen Grünflächen wegen ihres vermeintlichen hohen Bodenwertes und Kapitalisierungsabsichten lehnen wir auf das schärfste ab."

Auszug aus einer Anhörung vor dem Sonderausschuss Flächennutzungsplan des Abgeordnetenhauses von Berlin am 24. Februar 1994. Berliner Gartenfreund, April 1994, S. 4/6

Peter Biastock, für den Vorstand der Kleingartenkolonie Johannisberg e.V.

Dass eine führende sozialdemokratische Persönlichkeit als gewählter Volksvertreter in solcher Schnurzigkeit mit den Bürgerrechten umgeht, ist eine traurige Zuspitzung in unserer politischen Kultur.

Auszug aus einem Brief... an Bausenator Nagel vom 31.12.1993.
Berliner Gartenfreund, April 1994, S. 4/47

Dr. Hartmut Kalleja, CDU, FNP-Experte (Bauingenieur)

Innerstädtische Kleingärten erhalten die drei Essentials der CDU
"- Umsetzungen nur dann, wenn die gleiche Anzahl an Ersatzparzellen zur Verfügung gestellt wird
- Solche Umsetzungen sind nach einem mit den Kleingärtnern zu verabredenden Konzept sozialverträglich zu vollziehen.
- Haushalte, die in Dauerkleingartenkolonien leben, müssen eine ausreichende übergangsregelung erhalten.
Inform Pressedienst der CDU"

Berliner Gartenfreund, April 1994, S. 4/9

Hans-Dieter Mey, CDU, Bürgermeister von Neukölln

"Neukölln ist nicht mehr städtische Randlage, sondern Entwicklungsschwerpunkt. Realistisch gesehen bedeutet dies den Verlust von Kleingärten in nicht unerheblicher Zahl."

Berliner Gartenfreund, April 1994, S. 4/20

Dr. Hans Krautzig, CDU, Stadtrat für Bau- und Wohnungswesen und stellvertretender Bürgermeister im Auftrag des Bürgermeisters Dr. Mucha, Lichtenberg

"Der Bezirk hat generell jede einzelne Parzelle verteidigt."

Berliner Gartenfreund, April 1994, S. 4/22

Gert Schilling, SPD, Bürgermeister von Weißensee

"Die bisher gute Zusammenarbeit von gewählten Vertretern der Kleingärtner und Weißenseer Kommunalpolitikern ist für mich auch in Zukunft der beste Weg, den Erhalt möglichst vieler Kleingärten zu sichern."

Berliner Gartenfreund, April 1994, S. 4/23

Sigurd Hauff, SPD, Bürgermeister von Spandau

"Ich meine, dass bei der Diskussion um den FNP-Entwurf die sozialpolitische Funktion der Kleingärten in Abwägung zu dem unbestritten wichtigen Wohnungsbau zu kurz kommt."

Berliner Gartenfreund, April 1994, S. 4/24

Bernd Gellert, Beisitzer im LV Siedler und Eigenheimer

fordern: Keine weitere Grünzerstörung! "Denn durch den Zuzug von mehr Menschen erhöht sich der Autoverkehr; es fehlen Kitas, Schulen, Sporthallen und Freizeitangebote. Die Einkaufsmöglichkeiten müssen durch erhöhten Zuzug verbessert werden. Die Liste der anstehenden Probleme ließe sich noch verlängern."

Berliner Gartenfreund, April 1994, S. 4/42

Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister

habe "ein Herz für Laubenpieper" ließ Senatssprecher Michael-Andreas Butz verlauten und merkte mit entschlossener Stimme an, niemand werde ernsthaft daran denken, dass die Kleingärtner aus der Stadt verschwinden sollen.

Berliner Gartenfreund, Mai 1994, S. 5/10

Horst Dohm, Bürgermeister (CDU) von Wilmersdorf

"Nachdem viele Kolonien sich dem allgemeinen Publikum geöffnet haben, spielen sie eine wichtige Rolle als Oasen in der Stadt, wo Kinder und Jugendliche Natur erleben und ältere Menschen Kontakte knüpfen können. Deshalb ist es so wichtig, dass Kleingärten sich mitten in der Stadt befinden"

Berliner Gartenfreund FNP-Spezial Mai 1994, S. 5/30

Wolfgang Krüger, CDU, Bezirksbürgermeister von Tempelhof

"Die Kolonien sind Areale zum Spazierengehen und Naturgenuss; Tiere und Pflanzen finden hier Rückzugsräume."

Berliner Gartenfreund FNP-Spezial Mai 1994, S. 5/31

Andreas Röhl, SPD, Bürgermeister von Marzahn

"Die Sicherung der Anlagen durch flächendeckende Bebauungspläne ist im Bezirk aus personellen Gründen nicht möglich"

Berliner Gartenfreund FNP-Spezial Mai 1994, S. 5/32

René Rögner-Francke, CDU, Stadtrat für Bau- und Wohnungswesen in Steglitz

"Das Bezirksamt wird auch weiterhin nichts unversucht lassen, um die eingeleiteten Bebauungspläne zur Sicherung von Steglitzer Kleingärten erfolgreich zum Abschluss zu bringen."

Berliner Gartenfreund FNP-Spezial Mai 1994, S. 5/35

Dr. Klaus Ulbricht, SPD, Bürgermeister von Köpenick

"Völlig unbefriedigend aber ist für mich die Tatsache, dass im Flächennutzungsplan keine Ersatzflächen für Kleingartenanlagen vorgesehen sind. Das Bezirksamt ist bemüht, geeignete Flächen zu finden und als solche auszuweisen."

Berliner Gartenfreund FNP-Spezial Mai 1994, S. 5/38

Brunhild Dathe, Bündnis 90, Bürgermeisterin von Hohenschönhausen

"Neue Kleingartenanlagen führen entweder zur Reduzierung der geplanten Parkanlagen oder nehmen wertvolle ökologische Bereiche in Anspruch. In der bisherigen Abwägung hat sich das Bezirksamt eindeutig für die Anlage neuer öffentlicher Parkanlagen ausgesprochen."

Berliner Gartenfreund FNP-Spezial Mai 1994, S. 5/40

Jörg-Otto Spiller, SPD, Bürgermeister von Wedding

"Sein Herz für Kleingärtner braucht das Weddinger Bezirksamt nicht erst zu entdecken."

Berliner Gartenfreund FNP-Spezial Mai 1994, S. 5/42

Axel Rabbach, CDU, Stellvertretender Bürgermeister von Charlottenburg

"Kleingärten sind gerade in der Innenstadt als wohnungsnahe Erholungsflächen und aus ökologischen Gründen unverzichtbar."

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Er braucht auch Lebensräume, in denen er seine Freizeit verbringt, sich schließlich wohlfühlt. Mehr als zuvor sind wir dies den Menschen schuldig. Und deswegen brauchen wir unsere Kleingärten gerade in Charlottenburg.

Berliner Gartenfreund FNP-Spezial Mai 1994, S. 5/43

Uwe Saager, SPD, Bürgermeister von Schöneberg

"Kleingärten in Schöneberg Grünflächen für einen unterversorgten Bezirk"

Berliner Gartenfreund, Juni 1994, S. 6/4

Ulrich Menzel, CDU, Bürgermeister von Zehlendorf

"Kleingärten stellen einen hohen Erlebniswert für alle Bewohner der Stadt dar, sie übernehmen klimatische Ausgleichsfunktionen, sie gliedern und bereichern das Stadtbild..."

Berliner Gartenfreund, Juni 1994, S. 6/5

Michael Brückner, SPD, Bürgermeister von Treptow

"Grüne Lunge" und Baustellen Gratwanderung zwischen Erhalt der Grünflächen und Kleingartenanlagen sowie dem Bau von Wohnungen und Gewerbebauten... Trotzdem ist es unser Ziel, soviel Kleingartenland wie möglich zu erhalten und entsprechende Ausweichflächen im Bezirk zu schaffen. Dafür ist z.B. teilweise das Gelände im Britzer Dreieck an der Späthstraße vorgesehen.

Berliner Gartenfreund, Juni 1994, S. 6/10

Ralf Hillenberg, MdA

"Ich weiß, dass ich es nicht allen recht machen kann dass zum Beispiel nicht alle Kleingärten gehalten werden können." Er sagt ein striktes NEIN zur geplanten Stadterweiterung auf den jetzigen Freiflächen zwischen Karow, Blankenburg und Malchow und JA zur Innenstadtverdichtung. Verdichtung durch Dachausbau und Lückenschließung, sodass allein in Weißensee 3000 bis 6000 neue Wohnungen entstehen.

Berliner Gartenfreund, Juni 1994, S. 6/40

Manfred Schmidt, Kolonie Feldblume, Tempelhof

"Wir müssen gemeinsam kämpfen, gemeinsam Aktionen über den Verband organisieren, in den Kolonien die Öffentlichkeit durch gezielte Informationen ansprechen. Wir haben berechtigte Chancen, wenn wir gemeinsam kämpfen. Rappelt Euch endlich auf, wer nicht kämpft, hat schon verloren!"

Berliner Gartenfreund, Leserbrief, Juni 1994, S. 6/54

Senator Dr. Volker Hassemer, CDU

"Noch nie so viel dauerhafte Sicherheit für Kleingärtner"

Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/10

Volker Liepelt, CDU Staatssekretär bei der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie und davor langjähriges Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin

"Kleingärten volkswirtschaftlich und sozialpolitisch hoch zu bewerten!"
"... gibt es keinen für den Staat kostengünstigeren Umweltschutz als den Erhalt der Grünflächen durch die Kleingärtner..."
"... wer die Laubenpieper aus der Innenstadt rauswerfen will, der hat Berlin nicht begriffen!"

Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/11 und 8/12

Hartwig Berger, Bündnis 90 / Die Grünen, örte für drei Legislaturperioden dem Abgeordnetenhaus von Berlin an

"Unverwechselbarer Charakter Berlins sollte erhalten bleiben!"

Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/14

Harald Wolf, PDS (heute: Die Linke)

"Die soziale Dimension für die ungesicherten 15 Prozent bedenken!"

Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/16

Berliner Gartenfreund, Ulrike Hauschild

Der FNP-Sonderausschuss beendete seine Arbeit.
Anträge der Oppositionsparteien abgelehnt
Auflagenpapier der Koalitionsparteien angenommen

Bei der Inanspruchnahme von kleingärtnerisch genutzten Flächen für andere Nutzungen (z.B. Wohnen, Gewerbe) sollen unter Berücksichtigung eines Kleingartenentwicklungsplanes und unter Zurverfügungstellung von Ersatzflächen folgende Grundsätze gelten:
a) Insgesamt ist die Zahl der Kleingärten in Berlin zu erhalten

Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/20 und 8/21

Berliner Gartenfreund, Ulrike Hauschild

Die Sicherung von 85 Prozent der Kleingärten im FNP war unter den gegenwärtigen politischen Möglichkeiten das Machbare.

Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/5

Berliner Gartenfreund, Rolf Bathe

So war der FNP 91, das eigentliche Thema des Tages, in das die Stadt/Um Senatsverwaltung seit 3 Jahren viel Schweiß und überstunden investiert hatte, der Hunderttausende von Bürgern mobilisiert und zu Hunderten von Veranstaltungen und Diskussionen geführt, aber auch Politiker im Abgeordnetenhaus und den Bezirken erheblich in Anspruch genommen hatte, aus Sicht des tagesaktuellen Journalismus nur noch eine drittklassige Angelegenheit... Etwas wenig Aufmerksamkeit für die planerische Zukunft der Stadt bis 2010/15... In einem Block soll über die Anträge von Opposition, Koalition und das Gesamtwerk abgestimmt werden... Von 241 Abgeordneten waren 224 anwesend, und es stimmten mit JA 160, mit NEIN 54, Stimmenthaltungen: 7

Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/22 und 8/23

Berliner Zeitung / Dr. Klaus-Martin Groth, Rechtsanwalt und Staatssekretär a.D.

"Kritiker werfen der Koalition vor, sie hätte den FNP (Flächennutzungsplan) ohne Not schnell durchgepeitscht." Alteigentümer, die ihre Grundstücke zurückerhalten, nutzen den § 34 des Baugesetzbuches, faktisch überall Baurecht zu haben. "Oft werden so Grundstücke von Wohn- auf Büronutzung umgewidmet."

Berliner Gartenfreund, August 1994, S. 8/28

BZ, 16.2.1994

"Wo mit Schulen, Kitas und öffentlichen Verkehrsmitteln gute Voraussetzungen für den Wohnungsbau bestehen, darf man doch wohl eine Kleingarten-Kolonie in Frage stellen."

Berliner Gartenfreund, Juni 1994, S. 6/13

Hans Nisblé, SPD, Weddinger Bezirksbürgermeister

"... grüne Oasen in immer stärker belasteten Innenstädten..."

Berliner Gartenfreund, Juli 1996, S. 7/18

Gert Schilling, SPD, Weißenseer Bezirksbürgermeister

"Wer in Weißensee einen Kleingarten hat, wird diesem Hobby auch weiterhin frönen können..."

Berliner Gartenfreund, Juli 1996, S. 7/19

Konrad Birkholz, CDU, Spandauer Bezirksbürgermeister

"Ein optischer Reiz und eine Art Kiezkultur..."

Berliner Gartenfreund, Juli 1996, S. 7/20

Michael Müller, SPD, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt
(heutiger Regierender Bürgermeister von Berlin)

erklärt, dass es einen "Angriff" auf kleine Anlagen und einzelne Parzellen geben wird

9.1.2013 im Bauausschuss des Abgeordnetenhauses

Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD

betonte beim Besuch in der Kleingartenkolonie Am Stadtpark I: "Für Neubauten haben wir genug Reserveflächen. Da müssen wir nicht an die Kleingärten ran."

BZ, 21.3.2013, S. 15

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Anspruch und Wirklichkeit

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Kleingärtner sind ein Ort der Kreativität



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