Inhalt |
IGA 2017 Berlin: Vorne hui - hinten pfui! |
NEIN! zur Einzäunung ab Oktober 2014!
NEIN! zur Natur- und Landschaftszerstörung! NEIN! zur Geldverschwendung! Fazit: NEIN! zur IGA "VOR ORT" im Kienberg-Wuhletal-Gebiet |
JA! zu mehr Grün in Berlin! - Statuten der IGA-Ausrichter erfüllen!
JA! zu Versickerungsflächen, um den Grundwasserkörper unter Berlin aufzufüllen! JA! zu frei zugänglicher Naherholung und Biotopverbund! Fazit: JA! zur IGA dezentral in ganz Berlin! |
Im noch heute gültigen Landschaftsplan für den Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf von 1994 steht:
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Diese Seite ist Teil der Planungen für das zuküftige IGA 2017 Berlin-Gelände
s. auch Requiem auf das Wuhletal: UNSER WUHLETAL
Stand der Bearbeitung: 3.11.2014
Die IGA Berlin 2017 GmbH hat mitten ins Wuhletal eine leuchtend orangefarbene Infobox gebaut, um Anwohner und Ausflügler über ihre schillernden Absichtserklärungen zu informieren. Wie schön alles wird und wie SIE junge Menschen an die Natur heranführt. Von den konkret ergriffenen und zu ergreifenden Maßnahmen erfahren die Bürgerinnen und Bürger so gut wie nichts. Ausschreibungen verschwinden schnell aus dem Internet, Ausstellungen zu Siegerentwürfen dauern nur eine gute Woche von 9-18 Uhr außer sonntags. Nur ein Sonnabend ist dabei; die arbeitende Bevölkerung wird quasi von den "tollen" Darstellungen, die im gewohnten Stil der abweisenden, langweiligen, nichtssagenden Moderne daherkommt, ausgeschlossen.
Über die konkreten Schritte dorthin hält sie die Menschen weitestgehendst im Unklaren, vor allem wird verschwiegen, was sie dafür alles AUFGEBEN müssen - die lebendige Natur und ihr Naherholungsgebiet.
Auch wenn dieses Gebiet im Sozialatlas als eines mit unterdurchschnittlichen Bildungsabschlüssen und überdurchschnittlich vielen Hartz IV-Empfängern ausgewiesen ist und Widerstand hier nicht vermutet wird, so macht sich doch Unmut und Widerstand über die Einzäunung und die zu erwartende Zerstörung der Natur breit.
So hat sich die Bürgerinitiative Kienbberg-Wuhletal gegründet, die friedlichen Protest pflegt. Auch bei Facebook artikuliert sich Unbehagen über die IGA 2017 Berlin im Gebiet Kienberg-Wuhletal. [Mehr Infos: Links.html#Kritische_Stimmen_zur_IGA_2017_Berlin] Ganz im Sinne von Indhira Gandhi, der diese Protestform propagierte, aber auch Gewalt demjenigen ausnahmsweise zugestand, der zu einer gewaltlosen Form nicht imstande war. Diese Form des Bürgerwiderstandes wird aufs schärfste verurteilt. Ich finde es auch nicht richtig, aber frage auch:
Wer kann staatlich legitimerte Zerstörung der Lebensgrundlagen für niedere Profitgier gutheißen? Und wer befürwortet maßlosen Machtmissbrauch? Und gleichzeitig mit dem Finger auf Länder zeigen, die Regenwälder abholzen? In diesem Staat passiert nichts anderes, wenn lebendige Natur zerstört und in Plastik-Natur umgewandelt wird.
In dem Einladungstext zu einer Urania-Veranstaltung vom 8. April 2014 unter dem Titel Wildwuchs in Berlin – Was hat das mit dem Klima zu tun? mit dem Referenten Reinhard Schubert, der beim Senat an der Strategie zur Biologischen Vielfalt mitarbeitet, heißt es u.a.:
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Ein Zettel an der IGA-Infobx soll Vorbeigehende über deren Sinn informieren. Ein erster Kommentar haftet ihr bereits an. |
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Die IGA-Infobox weist von Anfang an Materialschäden auf. Die Risse konnten mit der dick aufgetragenen Farbe nicht übertüncht werden. |
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Ein blauer Protestgruß "ziert" die IGA-Infobox. Haben Bürger trotz schillernder und blendender Schönfärberei zur Entwicklung des Kienberg-Wuhletal-Areals eine andere Meinung als die IGA Berlin 2017 GmbH selbst? |
Blaue Plastiksäcke, gefüllt mit Müll aus dem IGA 2017 Berlin-Gelände, als Protestaktion gegen die IGA Berlin 2017 GmbH, die ihre Aufgaben nicht ordentlich erfüllt. - Der orange Info-Pavillon wird bunter und "schmückt" sich nun auch mit schwarzer Farbe. Graffitti ist das nicht. |
Die Bürgerinitiative Kienberg-Wuhletal schlägt ihre Vorstellung von der IGA 2017 Berlin nach den ihr bekannten Plänen der IGA Berlin 2017 GmbH zum Waldumbau auf dem Kienberg an den Bauzaun an: Stadt dichtem Baumbestand schmücken den Kienberg nun Baumstubben und Attraktionen wie
Abwegig ist das nicht. Bei der Internationalen Gartenschau igs 2013 Hamburg sollten trotz des stolzen Eintrittspreises noch Attraktionen wie Kletterparcours und Waldhalle extra bezahlt werden. |
Soll die Naturschutzstation als oberster Punkt auf dem IGA 2017 Berlin-Zettel dem geneigten Leser suggerieren, dass die IGA Berlin 2017 GmbH den Naturschutz sehr ernst nimmt? - Auf jeden Fall darf vermutet werden, dass der Naturschutz in dem IGA 2017 Berlin-Konzept eine große Rolle spielt - aber anders als man denkt! Die IGA 2017 Berlin will Eintrittsgelder generieren und erfolgreich sein. Und wie ist man am leichtesten bei einer Großveranstaltung erfolgreich? Indem man Kinder und Jugendliche anlockt. Und wenn diese nicht freiwillig kommen? Dann wird das als pädagogisches Programm aufgezogen, sodass Kita-Erzieherinnen, Lehrer und Lehrerinnen sich scharenweise mit ihren Gruppen und Klassen auf den Weg zu dem Event am Stadtrand von Berlin machen. Könnte die lange Anreise von mindestens einer Stunde und ein langer Fußmarsch für die Kleinen ein Hindernis sein? - Egal, man wird durch die Fahrt mit der Seilbahn entschädigt. Vielleicht... Ist mit einer Naturschutzstation dem Natur- und Landschaftsschutz Genüge getan? Soll sich da NIEMAND veräppelt fühlen? Die IGA Berlin 2017 hat entgegen ihrer Ankündigung nicht Anfang September 2014 ihre IGA-Infobox eröffnet, sondern den Bauzaun darumherum stehengelassen. Sie verurteilt Vandalismus, womit Beschädigungen der Info-Box gemeint sein könnte und nicht die großflächigen Naturzerstörungen im Namen des persönlichen Profits. Psychologisch geschickt wird anschließend die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung aufgeführt. Könnte diese sich als Farce herausstellen? Als Zeit- und Geldverschwendung? Diese geschickt eingefädelten Marketing-Veranstaltungen, wo der Bürger sich äußern darf, aber nichts zu sagen hat? Wenn Naturschutzorganisationen dieses Spiel mitspielen, sollen dann Bürger dies als Vorbild nehmen? Es wurden Änderungen vom ursprünglichen Konzept erreicht, die sich bei näherer Betrachtung als Pflästerchen auf eine riesige Operationswunde erweisen. Sind die erfahrenen Akteure blauäugig in eine Mitmachfalle getappt? Oder wurde sie ihnen mit viel Honig (?), den aber nicht Wildbienen herangeschafft haben, versüßt? Für die meisten Arten sind nun ihre Tage gezählt neben vielen anderen stark gefährdeten Tierarten. |
Oh weh! Hier sind Menschen schon zur Weißglut getrieben worden! Fühlen sich Bürger von ihrer Beteiligungsmöglichkeit ausgeschlossen? Ist es ein Zeugnis der Ohnmacht von Bürgern, die sich Machtmissbrauch ihrer gewählten Vertreter entgegenstemmen wollen? Sehen sie keinen anderen Ausweg mehr, als sich dem Machtmissbrauch mit roher Gewalt an einem leeren Pavillon zu widersetzen? Warum muss das sein? Können sich Bürger nicht mehr auf den Eid von Politikern, den diese zum Wohle des Volkes schwören und auf ihre Parteiprogramme, die Menschen bewegt, sie zu wählen, verlassen? Sind Bürger Schafe, Stimmvieh, das alles akzeptieren muss, was Politikern einfällt? Die IGA 2017 Berlin wurde derartig kurzfristig von Tempelhof nach Marzahn-Hellersdorf verlegt, dass es keine offizielle Möglichkeit für den Bürger gibt, seine marginalen politischen Rechte wie Bürgerentscheid oder Volksentscheid in diesem Falle wahrzunehmen bzw. fristgemäß eine Entscheidung zu präsentieren. Eine Umfrage hat ergeben, dass die Mehrheit der Marzahner eine IGA 2017 Berlin an diesem Ort Kienberg-Wuhletal ablehnen. In den Gärten der Welt, die durch eine Gartenschau geschaffen wurden, darf sie nach dem Willen der Bürger gern stattfinden. Dort kann man kaum noch Natur zerstören. |
s. auch
- Das Pflegekonzept der Grün Berlin GmbH = Totpflegen der vorhandenen Flora? Extraseite
- Verunreinigung der Wuhle in Berlin-Hellersdorf Extraseite
- Im Vorfeld der IGA 2017 Berlin - Verwüstung des preisgekrönten Wiesenparks Extraseite
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Um einfache Randalierer kann es sich nicht handeln, denn die Info-Boxen vor dem Haupteingang zu den Gärten der Welt sehen aus wie neu.
Übrigens finden Scharen von Menschen hierher - trotz "schlechter" Verkehrsanbindung und OHNE Seilbahn. Sie müssen nur das Angebot interessant finden wie das auf der gegenüberliegenden Seite im Wiesenpark stattfindende Plattenfest. |
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Ein Monat ist vergangen, und nun bin ich wieder in Hellersdorf. Zu meiner Freude ist noch kein Zaun zu sehen und ich kann die schönen Wege durch das Wuhletal genießen. Ich komme auch an der IGA-Infobox vorbei. Sind die Scheiben wieder eingeworfen? Zu meiner Beruhigung und Freude sind sie ganz! Allerdings lese ich die eine oder andere Botschaft:
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Die Ausrichter der IGA 2017 Berlin werden als Besatzer gesehen, also einer Truppe, die ein Gebiet besetzt hält. Das klingt ja wie im Krieg:
Wird man hier Straftaten provozieren und mit Hilfe der Staatsmacht, auf die die Naturvernichter zurückgreifen können, sozialen Unfrieden anfachen und heraufbeschwören. |
Kein Zaun wird gewünscht. Das wäre nicht nur das beste für die Anwohner und Ausflügler, sondern auch für die Natur. Hier leben Großsäuger wie die Zielart Feldhase und 4 Gruppen Rehe, für die der geplante Zaun unüberwindlich wäre. Sie gingen dem genetischen Austausch mit Brandenburger Tieren verloren, der Zaun unterbricht auch den Biotop-Verbund. Eigentlich ist dieses Gebiet wegen seiner vielen Rote Liste-Arten ein Naturschutzgebiet, als das es zu DDR-Zeiten bis zur Wende ausgewiesen war und das auch wieder als solches ausgewiesen werden sollte. Dazu liefen Bstrebungen seitens der Grünen, die nun gar nicht oder jedenfalls für mich nicht ersichtlich für den Erhalt des Naturgebietes kämpfen, sowie der NABU Berlin mit seiner Gruppe IG Wuhletal, der versucht zu retten, was zu retten ist und offenbar ein stumpfes Schwert dafür benutzt und öffentlich stillhält. Warum? Es geht das Gerücht, dass viel, sehr viel Geld geflossen ist. Verrät und verkauft die Naturschutzorganisation, die maßgeblich zu dem Artenreichtum im Kienberg-Wuhletal-Gebiet beigetragen hat, wirklich ihre Erfolge und ihre Seele?
Eine Internationale GartenBAUausstellung (IGA) ist hier aus vielerlei Hinsicht am falschen Ort. |
Unter diesen Gesichtspunkten kann ich nicht erkennen, wie man hier von Naturschutz und Umweltbildung sprechen kann. Anscheinend geht es anderen auch so, wie das Foto zeigt. Schmückt man sich hier mit falschen Federn? Erst die ursprüngliche Natur verjagen und anhand künstlicher Natur will man Kinder und Jugendlichen das Verständnis für und die Achtung vor der Natur beibringen?
Welcher Mensch, der um die anstehenden Probleme betreffs bedrohlicher Klimaerwärmung und alarmierendem Schwund der Biologischen Vielfalt weiß, fühlt sich da nicht veräppelt? Aus dem Vorwort des Rechenschaftsberichts der Bundesregierung Deutschland. Quelle: Dagmar Dehmer: Im Schutz der Sommerpause. Das Umweltministerium hat in der vergangenen Woche mehrere Berichte veröffentlicht - still und leise. Der Tagesspiegel 21797, 2.9.2013, S. 4 Die Biologische Vielfalt geht uns alle an. Sie ist nichts, was sich ausschließlich in Urwäldern und Naturschutzgebieten (die drastisch abnehmen) abspielt. Soweit ich bisher informiert bin, ist die IGA Berlin GmbH, die einen gemeinsamen Geschäftsführer mit der Grün Berlin GmbH hat, für solche Argumente nicht empfänglich. Vielmehr wünscht sie sich IGA-Botschafter, die ihre Ideen enthousiastisch in der Welt verbreiten. Das würde ich herzlich gern tun, wenn ich ein wirkliches und zeitgemäßes Natur- und Umweltschutzkonzept hinter dieser gärtnerischen Leistungsschau entdecken würde, wovon die Naturentwicklung profitiert. Z.B. die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie für die Wuhle, die in diesem Jahr 2014 beginnen sollte und nun auf die Zeit nach der IGA 2017 Berlin verschoben worden ist. |
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