Zur Startseite:www.berliner-gartentisch.de

Stiller Protest auf einer Wuhlebruecke am Kienberg: Gruen sind Heuschrecken; sie fressen unsere Natur leise und gierig auf - 2017 -

Inhalt

IGA 2017 Berlin: Naturzerstörung im Namen der Natur

Wuhleteich mit Kienberg - 15. Juni 2014 Das den Gaerten der Welt zugeschanzte Gebiet um Kienberg und Wuhletal soll mit einem 2 m hohen, bestachelten Metallzaun 2015 eingezaeunt werden
Lageplan des IGA 2017 Berlin-Geländes, 169 ha - 1 Million 690 tausend Quadratmeter, davon werden 127 ha frei zugängliches Gelände der Bevölkerung weggenommen Das Flaechenkonzept von 2013 fuer die IGA 2017 Berlin sieht eine voellige Verschandelung und Zerstoerung des Landschafts- und Naturgebietes Kienberg-Wuhletal vor Logo der Buergerinitiative Kienberg-Wuhletal - 100 Prozent Kienberg-Wuhletal - Rettet unsere Natur - IGA 2017 zerstoert sie nur

IGA 2017 Berlin: Vorne hui - hinten pfui!

NEIN! zur Einzäunung ab Oktober 2014!
NEIN! zur Natur- und Landschaftszerstörung!
NEIN! zur Geldverschwendung!
Fazit: NEIN! zur IGA "VOR ORT" im Kienberg-Wuhletal-Gebiet
JA! zu mehr Grün in Berlin! - Statuten der IGA-Ausrichter erfüllen!
JA! zu Versickerungsflächen, um den Grundwasserkörper unter Berlin aufzufüllen!
JA! zu frei zugänglicher Naherholung und Biotopverbund!
Fazit: JA! zur IGA dezentral in ganz Berlin!

Im noch heute gültigen Landschaftsplan für den Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf von 1994 steht:
Das Wuhletal [geplantes IGA 2017 Berlin-Gelände] ist vor jeglicher weiterer Bebauung zu bewahren.
[Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz Berlin: Landschaftsprogramm / Artenschutzprogramm 1994 Erläuterungsbericht]

Dessen Einzäunung und Bebauung für die IGA 2017 Berlin soll aufgrund eines privatrechtlichen Vertrages erfolgen - gegen geltendes Baurecht.

Durch Einzäunung und Umwandlung der ursprünglichen in gestaltete Natur wird ein für Berlin einmaliger Naturschatz und Landschaft zerstört und 300.000 Anwohner von der Naherholung sowie Ausflügler und Naturfotografen aus diesem beliebten Berliner Ausflugsgebiet ausgeschlossen.

Gleichzeitig bereitet die IGA 2017 Berlin den Boden für "gehobenen Wohnungsbau" = Luxuswohnungsbau, also Gentrifizierung (Mietervertreibung).

Das knapp halbjährige Event IGA 2017 Berlin sowie die kaum zu reparierende Natur- und Landschaftszerstörung kostet uns Steuerzahler über 100 Millionen Euro, die wegen Berlins klammer Kassen zu weiterem Finanzierungsrückstau bei Infrastruktur-, Verwaltungs- und Sozialaufgaben führen.

Die IGA 2017 Berlin ist der letzte Baustein zur Privatisierung der größten und schönsten Berliner Parkanlagen durch dessen Übertragung auf die privatrechtlich organisierte Grün Berlin Stiftung. Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum hat diesem Deal, den manche als Landraub bezeichnen, bereits zugestimmt.

Wir bezahlen also dieses knapp halbjährige Event IGA 2017 Berlin mit
  • Zerstörung eines wertvollen Natur- und Landschaftschatzes

  • Bezahl-Naherholung und steigenden Wohnungsmieten

  • über 100 Millionen Euro Steuergelder

  • Privatisierung unseres großen Schatzes an Stadtgrün
    (über 600 ha = über 6 Millionen Quadratmeter)

Was ist Vandalismus? / Beispiel: igs 2013, Hamburg / Beispiel: Robert-Koch-Park, Zepernick

Dies ist eine Unterseite der Seite Planungen für das zukünftige IGA 2017 Berlin-Gelände

s. auch IGA 2017 Berlin - Baustellenführung zum Baustart am Kienberg und Biesdorf-Marzahner-Grenzgraben am 12. Dezember 2014
Hausen hier die Vandalen? Impressionen zur Vorbereitung der IGA Berlin 2017, Ende Dezember 2014

Stand der Bearbeitung: 28.12.2014




Massive Rodungen im Kienberg-Wald, einer Geschützten Grünanlage mit enormer Artenvielfalt, in Vorbereitung der IGA Berlin 2017
Mehr Informationen: Hausen hier die Vandalen? Impressionen zur Vorbereitung der IGA Berlin 2017, Ende Dezember 2014

Inhaltsverzeichnis

Zurück zum Seitenanfang



Was ist Vandalismus?

Wenn ein Container, der sich "Pavillon" nennt oder neuerdings "Info-Point" nennt, beschmiert wird, so handelt es sich um Vandalismus.

Wenn in eine Laube eingebrochen wird und dort mangels Diebesgut Öle und Getränke ausgekippt werden und alles verschmiert wird, so handelt es sich um Vandalismus.

Wenn Bäume und Natur zerstört werden, so handelt es sich um Vandalismus.

Das Lexikon sagt, dass dieses Wort Bezug auf die Plünderung Roms 455 n. Chr. durch die Vandalen nimmt und dass mit Vandalismus barbarische, blinde Zerstörungswut bezeichnet wird.

Wenn ein Politiker entscheidet, dass für eine Wirtschaftsbranche ein Naturgebiet zerstört wird, wobei er allgemein für deren Naturerhalt und Förderung der Biologischen Vielfalt plädiert, und willige Helfer seine Idee umsetzen - ist das Vandalismus? Ist das kein Vandalismus? - Ein Teil unserer Lebensgrundlagen wird dadurch auf - lange - Dauer zerstört. Warum wird das nicht verfolgt?... Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen?... Ist das unser Recht in einem Rechtsstaat, als den sich ja Deutschland bezeichnet und wozu Berlin gehört und auch dessen Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wo diese unglaubliche Zerstörung zugunsten des Profits einiger stattfinden soll und schon begonnen hat...
Gibt es guten und schlechten Vandalismus? Gibt es rechtlich abgesegneten Vandalismus? Ist Vandalismus zur Verwirklichung einer "großartigen" Idee gegen Recht und Gesetz mit dieser Idee gerechtfertigt? Oder könnte man nicht eine Leistungsschau des gärtnerischen Berufsstandes im Einklang mit der Natur organisieren? Muss man barbarisch an alten Zöpfen aus Kaisers Zeiten festhalten, wo jedes Kind um die Probleme mit unserer Umwelt weiß und denen die IGA 2017 Berlin die "Natur nahebringen will", und die Natur strangulieren? Kann "man" nur schön finden, was Ordnung und Sauberkeit und Umweltverschmutzung ersten Grades darstellt, indem man Plastik und Stahl zum modernen Spirit und Zeitgeist erhebt? Versetzt man sich nicht damit in die Ecke der ewig Gestrigen?

Ist die IGA Berlin 2017 nicht eine Vandalismusschau in großem Stil? Die Zerstörung wertvoller und für Berlin einmaliger Natur zugunsten einer Puppenstuben-Natur. Die igs 2013 in Hamburg, eine verkappte IGA, also eine Internationale Gartenbauausstellung, die als Gartenschau daherkam, der Flopp zum Gefallen der Branche des gärtnerischen Berufsstandes, der nicht mehr im Jahr nach der IGA-Ausrichtung durch unseren potenten Nachbarn Holland in Deutschland seine Leistung zeigen will und daher die Umstellung auf einen 5-Jahres-Abstand forderte. So hat Hamburg 2013 ein Naturgebiet und Kleingärten für deren Sommerveranstaltung zerstört und dazu soll sich nun in Berlin das Kienberg-Wuhletal-Gebiet neben den immer größer werdenden Gärten der Welt gesellen, das nun einen klangvollen Namen "Kienberg-Park" erhält und auf lange Sicht nicht mehr frei, sondern vielleicht irgendwann einmal wieder kostenlos zugänglich sein wird.

Oder will man den "dummen Schafen", die wir Steuerzahler vielleicht sind, für eine Sache begeistern, womit sie sich ihr eigenes Grab schaufeln? In mehrerlei Hinsicht: Sie verlieren einen ansehnlichen Anteil an Lebensqualität und an biologischen Lebensgrundlagen sowie vielleicht sogar für immer ihre Naherholung. Dient dieses Sommerevent, das sich IGA Berlin 2017 nennt und vor Schwarzbauten strotzen wird, als letzter Teil der Grundlage, allen Berlinern ihr Stadtgrün in riesigem Umfang zu entziehen?

Wird hier eine mit Unterstützung von Naturschützern eine Riesenkatastrophe aus Sicht der Verscherbelung von unserem Hab und Gut, was Allgemeingüter wie öffentliches Grün für uns Bürger sind, vorbereitet? Lassen sich wirklich wir Bürger um- und vernebeln und der Zerstörungswut einiger beiwohnen, ohne uns zu wehren, obwohl 90 Prozent von uns naturliebend sind.

Ach so! "Die IGA ist wohl nicht mehr zu stoppen!" Warum sagen das Bürger? Wollen sie sich gern einschüchtern lassen? Wollen sie gern apathisch sein? - Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen - das ist bequem. Doch auch hier gibt es eine Quittung: das schreckliche Erwachen und das Leben im Albtraum...

Ich sage mir: Ich versuche es. Dann habe ich mir wenigstens nichts vorzuwerfen, wenn wirklich das Desaster da ist. Es gibt so viele Möglichkeiten - jeder kann nach seiner Fasson aktiv werden: Malen, dichten, singen, schreiben, demonstrieren, Klage einreichen undundund...

Die Hoffnung stirbt zuletzt! Jeder Tropfen höhlt den Stein. Zusammen sind wir ein Meer! Tun Sie was!!!!

Zurück zum Seitenanfang



Das Beispiel igs 2013 in Hamburg

Für die Internationale Gartenschau igs 2013 in Hamburg wurden ein Naturgebiet und Kleingärten zerstört. Beteiligt daran war der Vorsitzende des BUND Niedersachsen, Heiner Baumgarten, der als Geschäftsführer der igs 2013 Hamburg dieses aus meiner Sicht ausgesprochen naturfeindliche Event federführend arrangierte.

Diese Art von Gartenschau hatte viel zu wenig Besucher angezogen, als dass die Kosten gedeckt werden konnten. Das lag nach offizieller Meinung "am regnerischen Wetter".

Mehr Informationen:
Internationale Gartenschau Hamburg igs 2013: Systematische Naturzerstörung im großen Stil
Kritik an der internationalen Gartenschau Hamburg igs 2013
igs 2013 Hamburg - Einwendungen
igs 2013 Hamburg - Landnahme: Die Zerstörungen von Umwelt und Natur zur Vorbereitung der Internationalen Gartenschau igs 2013 in Hamburg
Analyse zur igs 2013 in Hamburg - Die Gruppe Baum und Busch fordert den Rücktritt Heiner Baumgartens als BUND-Landeschef in Niedersachsen


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Hinweis zum Eingang


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / In 80 Gaerten um die Welt, Lageplan


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Ich gehe an endlosen und öden Sportanlagen entlang - Von Natur keine Spur!


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Hier laufe ich mir die Füße wund, immer weiter gehe ich an endlosen und öden Sportanlagen entlang - Von Natur keine Spur! Das vom Naturgebiet stehengebliebene Grün wurde zur Kulisse degradiert, VOR der die Musik spielt. Welche? Eintönigkeit und Langeweile... Und Einsamkeit! Ich war ganz allein auf weiter Flur...


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Hier werden die Reste der weitestgehendst vernichteten, urspruenglichen Natur erklaert: Das Ried - ein artenreicher Lebensraum
Bedeuten und rechtfertigen solche Hinweise das, was die IGA Berlin 2017 mit dem artenreichen Kienberg-Wuhletal-Gebiet propagiert: Im Namen der Natur zu agieren?


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Bei dieser abschreckenden Gartengestaltung erwarte ich keine erfundenen Gaerten und Pflanzenphantasien - Aber Schilder verraten, was ich sehen SOLL und klären mich über die sparsame Ästhethik auf...


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Und nun lerne ich via Texttafeln die Ernaehrung der Zukunft kennen - Quallenschnitzel und Algensalat - KEINE Wildkraeuter bereichern meine Kueche nach dem Willen der igs 2013 Hamburg
Ich ahne allmählich, dass diese riesigen weißen, hässlichen Plastikwände mitten in einem geschützten Naturgebiet stehen, durch das ich laufe. Mir wird diese Gartenausstallung unheimlich.


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Gärtnern auf dem Mars
Ich werde immer unglücklicher bei diesen gewollten "Attraktivitäten"


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Der rettende Strohhalm im Klimawandel zwischen Duerre und Flut
Soll ich darüber lachen? Oder weinen? Sie wissen es! Und trotzdem leisten sie IHREN Beitrag zum weiteren Klimawandel. Hier wurden Tausende Bäume gerodet und Moorböden trockengelegt. Moore sind nach den Weltmeeren die zweitgrößten Kolendioxidspeicher - und danach kommen die Bäume. Aktiv wurde hier ein Mosaikstein dem Klimawandel hinzugefügt... Ist das ein rettender Strohhalm - wie es auf der Tafel mir suggeriert werden soll?


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Hier wird die Schleswig-Holsteiner Knicklandschaft dem interessierten Besucher vorgestellt, die Landschaft, die von Wild belebt wird. - Wo ist es? Auf einem Kilometer Knicklänge sollen durchschnittliche 30 Vogelarten brüten. Ich hatte ganz intensiv und bewusst auf dem riesigen igs-Gelände nach Vögeln Ausschau gehalten, aber diese haben sich rar gemacht. Nur ein einziges, verlorenes Amselmännchen pickte vergeblich nach einem Regenwurm in dem ehemals an Nahrung und Unterschlupf reichen Naturgebiet...


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Endlich bekomme ich mal gärtnerische Vielfalt zu Gesicht mit der Schaffung von Kleinstlebensräumen - beim Ausstellungsteil der Kleingärtner. Hier blühe ich auf!


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Eine Vielfalt von Nisthilfen stellen die Kleingärtner vor und beraten auch fachkundig vor Ort! Hier geht mir das Herz auf!


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / verschieden bemalte Stühle


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Der Bundesverband Einzelhandelsgärtner im Zentralverband Gartenbau e.V. stellt sich auf einer Texttafel vor


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Sei wie ein Ölbaum - Texte konnte man bis zum Umfallen lesen - Natur zum Sattsehen? Da blieb ich hungrig...


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Olivenbaeume
Wachsen wirklich Olivenbäume so? Sind sie nun hin, wenn sie diese Schau überstanden haben? Es sind alte Bäume? Sind sie noch zu retten und können sie wieder zurückverpflanzt werden?
Erwarten mich bei der IGA 2017 Berlin ebenfalls solche nichtheimische Pflanzen, die sich in freier Natur noch nicht einmal etablieren können, weil sie dem hiesigen rauhen, kalten Klima nicht gewachsen sind? - Aber hier in Berlin im Vorfeld der IGA Berlin 2017 werden Neophyten verteufelt und sie werden an Kienberg und Wuhletal ausgerottet; denn sie wurden nach 1492 nach Mitteleuropa eingeführt und gelten daher als nicht-heimisch.


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Ma Space - Ostasien


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Inspiration fuer einen Garten?


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Im Land der Kiwis und des Treibholzes - Neuseeland
Symbolisches Treibholz umgibt diesen Garten steht auf der Tafel. Und weiter: Obwohl selbst tot, bietet es [das Totholz] Lebensraum für viele Kleinlebewesen.
Sind diese auf der IGA Berlin 2017 unerwünscht? Denn hier soll das Totholz, das in großer Menge den Kienberg bevölkert und hilft, die dünne Humusschicht über dem Schutt aufzubauen, gnadenlos entfernt werden.


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Keine Ahnung, was es damit auf sich hat


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Hängematten zu vergeben!


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Warum will sich denn niemand im Labyrinth verlaufen?


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Landeplatz für Engel? So wird dieser Ort deklariert, der einen Hauch von Naurfreundlichkeit zeigt.


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Garten der Symbolik - Beziehungskiste


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Weite öde Wege! Da werde ich fußlahm.


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Weite öde Wege! Da werde ich fußlahm.


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Hier bist du, und dort ist die Natur.


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Am Tümpel - ein hochempfindliches Kreislaufsystem!
Die echten Tümpel wurden zerstört, deren Wert hier dem interessierten Publikum nahegelegt werden soll.


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Vom Canyon zum Flussdelta
Immer mehr fühle ich mich in eine Kunstwelt versetzt. Das ist eine internationale Gartenbau-Ausstellung &agave; la IGA Berlin 2017. Ich höre schon deren Macher rufen: Hier wird alles GANZ anders! Mag sein, aber genauso künstlich. Ich bin zutiefst traurig über solche Unvernunft. Ich kann es nicht fassen. Mir wird immer schlechter bei dieser Ausstellung. Ich empfinde sie als Zumutung.


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Die Wasserhuschen sollen Geysire sein


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Man muss es lieben - sonst ist es zum Verzweifeln. Ich schwelge nicht in Gruen, sondern in Synthetik, Kuenstlichkeit und Gewolltheit


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Als fortschrittlich gepriesenes Laermschutzkonzept - ohne Bäume! Also mit viel Staub, Gestank und Dreck - bei einer Straßenfrequentierung von 50.000 Autos pro Tag. Die durchschnittliche Lärmbelastung sinkt bei der Lärmschutzwand um 6 Dezibel. Die Lärmbelastung liegt tagsüber bei über 75 Dezibel. Ab 60 Dezibel wird Lärm als belästigend empfunden. Dass das gesundheitsschädlich ist, ist wohl den meisten klar. Warum wird dieses Konzept als fortschrittlich gepriesen, wo doch die durchschnittliche Lärmbelastung auf 69 Dezibel sinkt und damit immer noch weit über den 60 Dezibel als Schwellenwert liegt. Warum werden KEINE BÄUME auf einer Gartenausstellung mit einbezogen?


Internationale Gartenschau - igs 2013 Hamburg / Bambus, ein heimisches Gehölz? Und Thuja? Ein Lebensraum, der angesichts des dramatischen Rückgangs der Biologischen Vielfalt und der UN-Dekade der Biodiversität von 2011 bis 2020 vielen Tieren Rückzugsmöglichkeiten bietet? - Wohl eher nicht. Auch die Böden machen nicht gerade den Eindruck, als ob sie lebensfreundlich sind, sondern eher pflegeleicht.

Fazit:

Die Natur, die es auf dem Gelände der igs 2013 Hamburg einmal gab, ist mit der Ausstellung so gut wie verschwunden. Nur klägliche Reste habe ich gesehen, die mich ahnen ließen, dass das mal ein vor Leben strotzendes Gebiet war. Dieses ist nun überführt worden in eine pflegeleichte Parklandschaft - was man heute so darunter versteht. Auf mich machte diese Schau einen sterilen, gewollt effekthaschenden Eindruck, der mich eher verschreckte.

Mit der IGA Berlin 2017, auf die wir uns alle freuen sollen, da blüht uns was! Ganz nebenher bedeutet das eine "Aufwertung" für das Gebiet - und die Mieten steigen! Ist das der eigentliche Sinn der Naturzerstörung im großen Stil?

Zurück zum Seitenanfang



Das Beispiel Robert-Koch-Park, Zepernick (Panketal)

Den Robert-Koch-Park in Zepernick habe ich einmal im Spätsommer besucht, allerdings abends, als es schon dunkel wurde. Ich war derartig verzaubert und begeistert von ihm, dass ich mindestens noch einmal wiederkommen wollte. Eine Gelegenheit ergab sich am Tag der Wintersonnenwende, dem 21. Dezember 2014. Es war kein heller freundlicher Tag, aber wieder zog mich der - nun winterlich kahle - Park in seinen Bann.

Schautafeln erzählten mir einiges über ihn:

Der Robert-Koch-Park liegt an der tiefsten Stelle eines Tales zwischen zwei Hügeln. Ein mit Moränensand gefüllter Teil des Parks nimmt das Schichtenwasser auf, das sich auf dem Weg zur Panke dort sammelt und bildet ein Feuchtgebiet.

Der heutige öffentliche Park war der Garten eines naturbegeisterten Privatmannes, Helmut Rosenberger, der Kontakt zu dem unvergessenen Staudenzüchter Karl Förster pflegte. Bei der Anlage seines und des Nachbargartens legte er im Sinne Karl Försters u.a. Wert auf die Harmonie von Farben und Formen und auf die naturhafte Anordnung. Sein Garten weckte zunehmend Interesse bei Siedlern, Garten- und Naturfreunden. Der Garten lieferte auf einer Gesamtfläche von 2200 Quadratmetern Anregungen für eine abwechslungsreiche Gartengestaltung und so wurde angeregt, diese gelungene Ziergartenanlage für Besucher zu öffnen und wurde 1963 als ein Schau- und Lehrgarten eröffnet, der schnell überregionale Bekanntheit erlangte.

Rosenbergs zahlreiche Artikel und Vorträge zu Pflanzen, seine Beratungen zur Gartengestaltung vor Ort, seine Führungen und ein von 1966 bis 1974 gültiger Sonderstempel steigerten das Ansehen der Schauanlage beträchtlich.
Quelle: Schautafel im Parkgelände
Die Anlage vergrößerte sich auf 1,5 Hektar mit von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Flächen. U.a. wurden eine Feuchtwiese und ein Teich angelegt. Als Landschaften entstanden Seeuferbepflanzungen, ein Heidegarten, ein Rosarium und ein Nadelbaumgebiet mit Unterpflanzungen.
Quelle: Schautafel im Parkgelände
Der Pflanzenbestand, der von anfangs 1700 auf 3000 Stück wuchs, beherbergte u.a. eine Irisschau, die heute noch existiert. 1975 wurde der Garten in einen Park "als Stätte der Naherholung, Freizeit und Kultur" reaktiviert, unterstützt von der ortsansässigen Sektion Gartenbau der Humboldt-Universität Berlin. Es entstand eine neue Wegeführung, ein Rosengarten mit mehr als 1000 Pflanzen und eine Pergola u.a.m. Große Teile der Bevölkerung beteiligten sich. Seit 2006 ist der Park wieder offen. Auf seiner recht kleinen Fläche bieten sich dem Betrachter Vielfalt und Raritäten. Zu entdecken sind fast 150 Bäume - auch seltene Arten, das geschützte Knabenkraut, eine Tagliliensammlung mit etwa 250 Sorten, ein Teichbiotop, ein Rhododendronhain, ein "Kräutergebirge". Die verschiedenen Areale - Staudenbeete, Wildgebiet, Streuobstwiese, Waldgebiete, Frühblüherwiese, Koniferenhain, Feuchtwiese - bieten vielfältige Eindrücke.

Zu sehen sind auch Insekten- und Vogelbehausungen, ein Wildzaun, eine Weidenhütte und der Rosenberg-Garten zur Erinnerung an den Gründer der Anlage.

Im Robert-Koch-Park können Besucher Natur mit allen Sinnen erleben. Er verdient Achtung gegenüber seiner Pflanzen und Tiere und Respekt vor der geleisteten Arbeit.

Mögen auch nachfolgende Generationen Natur und Landschaft nachhaltig schützen. Und mögen sich auch künftig Naturfreunde finden, die diese grüne Oase behüten, erhalten und pflegen.

Quelle: Schautafel im Parkgelände
Diesen Wunsch hege ich auch für das Kienberg-Wuhletal-Gebiet, das von ehrenamtlich tätigen Bürgern und mit öffentlichen Geldern (EFRE und Aufbau Ost u.a.) zu einem attraktiven Naturschatz entwickelt worden ist, das nun mit dem Sommerevent, das sich IGA Berlin 2017 nennt, zerstört werden soll.


Eschenahorn, der alt werden durfte


Eschenahorn mit Strickleiter


Eschenahorn entwickelt mit Höhlenbildung Biotopstrukturen


Mammutbaum - Nahezu alle Bäume sind mit solch schönen Tontafeln beschildert


Sommerlinde mit Weidenhütte


Christrose


Wegführung um den Teich - Man läuft wie auf Watte


Teich mit stehendem und liegendem Totholz - aus ökologischer Sicht besonders wertvoll


Teich mit Enteninsel


Wegführung mit Benjeshecke und Totholz


Beeteinrahmung mit Totholz und Pflanzenschilder


Beeteinfassung mit Totholz und Feldsteinen / Beschriftungstafeln für alle Stauden, u.a. einer ganzen Sammlung verschiedener Minze-Arten


Zwei Kräuterspiralen / Kräutergebirge


Streuobstwiesen sind Lebensräume


Insektenhotel mit Erklaerung und Danksagung an Erbauer


Vogeltränke / Vogelbad


Pergola mit Wildrosen


Blühende Gaensebluemchen in der Wiese am 21. Dezember 2014


Beeteinfassung mit Feldsteinen


Eschenahorn und Benjeshecke


Baum zur Erinnerung an die Diamantene Hochzeit 2013 (60 Jahre verheiratet)

Zurück zum Seitenanfang

Bertolt Brecht: Die Pappel vom Karlsplatz

Der große Schriftsteller und Dramaturg Bertolt Brecht (1898-1956) schreibt ein kurzes Gedicht zur Pappel am Karlplatz, die mitten in der Trümmerstadt Berlin steht und die Menschen mit ihrem freundlichen Grün grüßt. Allerdings war der Winter 1946 einer, der die Kälte klirren ließ, und die Menschen froren. Viele Bäume fielen und wurden zu Feuerholz.

Doch die Pappel dort am Karlsplatz
Zeigt uns heute noch ihr grünes Blatt:
Seid bedankt, Anwohner vom Karlsplatz
Dass man sie noch immer hat!

Mehr Informationen:
Hausen hier die Vandalen? Impressionen zur Vorbereitung der IGA Berlin 2017, Ende Dezember 2014

Zurück zum Seitenanfang

Inhalt



Über weitere Informationen, die ich auf diese Seite stellen kann, würde ich mich freuen: Mail